Gruppenfoto beim Leaders' Dialogue der Hannover Messe 2019

Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Forschungsministerin Anja Karliczek und Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management, Festo AG & Co. KG und Leiter des Lenkungskreises Plattform Industrie 4.0 mit Mitgliedern der Leitung, Arbeitsgruppenleitern und Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0 auf dem Leaders' Dialogue der Hannover Messe 2019.

© Plattform Industrie 4.0/Reitz

Industrie 4.0 ist heute in der Produktion bereits fest verankert. In den letzten acht Jahren sind zahlreiche Fabriken auf eine flexible und smarte Produktion ausgerichtet worden. Der Übergang von linearen Wertschöpfungsketten hin zu flexiblen und weltweit vernetzten Wertschöpfungssystemen mit neuen Geschäftsmodellen nimmt an Geschwindigkeit zu. Die Plattform Industrie 4.0 will die Entwicklung hin zu globalen digitalen Ökosysteme mitgestalten. In ihrem Leitbild 2030 sind Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit die dafür zentralen Leitplanken.

Das Leitbild unterstreicht die Notwendigkeit von Offenheit und Globalisierung einer digitalisierten Industrie. Dazu braucht es vor allem offene, interoperable Standards, gemeinsame IT-Sicherheitslösungen und geeignete regulatorische Rahmenbedingungen. Souveränität steht dabei für freie Gestaltungsspielräume, die Wettbewerbsfähigkeit und Selbstbestimmung bei digitalen Geschäftsmodellen garantiert. Interoperabilität ist die Grundvorrausetzung für Kooperation und offene Ökosysteme und ermöglicht somit Pluralität und Flexibilität. Der Begriff der Nachhaltigkeit betont moderne industrielle Wertschöpfung, die einen hohen Lebensstandard sichert. Das Leitbild spiegelt europäische Werte wider und ist Schlüssel zur Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Mehr zum Leitbild 2030 und welche Beiträge die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Plattform schon heute leisten, um dieses Leitbild Realität werden zu lassen, können Sie vom 1.-5. April auf der Hannover Messe am Stand der Plattform (Halle 8, D24) erfahren.

Ergebnisse der Plattform Industrie 4.0

Auch im letzten Jahr hat die Plattform wieder zahlreiche Publikationen zu ihren Themenschwerpunkten veröffentlicht und zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Alle aktuellen Ergebnisse der Plattform sind im neuen Fortschrittsbericht zusammengestellt. Einige Highlights: Nachdem das Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 erfolgreich internationale Anerkennung gefunden hat, wurde das Konzept der Verwaltungsschale – Internetsprache der Maschinen – weitere konkretisiert und im Detail beschrieben. Zudem sind erste Demonstrationsprojekte für den Praxistest angelaufen. Im Bereich IT-Sicherheit geht es weiter voran. So wird mit Partnern in Japan an gemeinsamen Konzepten für den sicheren Datenaustausch gearbeitet und erste Umsetzungsprojekte sind in Planung. Beide Aktivitäten tragen dazu bei, das neue Leitbild digitaler Ökosysteme mit konkreten Lösungen Realität werden zu lassen. Im Bereich rechtliche Rahmenbedingungen bringen sich die Akteure aus der Plattform intensiv in die Diskussionen zur angestrebten AGB-Rechtsreform ein. Daneben standen die Themen KI und Blockchain auf der Agenda. Die Arbeitsgruppe digitale Geschäftsmodelle hat ihre Arbeiten intensiviert und unterstreicht damit die Notwendigkeit der deutschen Industrie, sich zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit dem Thema mit Nachdruck anzunehmen. Mit China, Japan, USA sowie den europäischen Partnern findet auf Basis der vereinbarten Kooperationen weiterhin ein reger Austausch statt. Die Plattform Industrie 4.0 ist darüber hinaus weiter ein weltweit stark gefragter Partner.