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Japan und Deutschland gehen voran – gemeinsame digitale Potenziale heben
Einleitung
KMU-Unterstützung, Security, Zukunft der Arbeit und vieles mehr – die Kooperation der beiden Industrienationen Deutschland und Japan zur digitalisierten Industrie umfasst viele Themen und macht große Fortschritte. In diesem Jahr hat sie nochmals an Intensität zugenommen. Zahlreiche gegenseitige Besuche zu Messen und Arbeitssitzungen standen auf dem Programm.
Director der Cybersecurity Division im japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) auf der IT-Sicherheitskonferenz „Securing Global Industrial Value Networks – synchronizing international approaches “ im Mai 2018 in Berlin.
Über elf Stunden dauert der Flug von Frankfurt nach Tokio – die Industrie 4.0-Experten nehmen die Flugzeit gerne in Kauf, denn es gibt viel zu besprechen.
Im Oktober reisten Markus Heß (Leiter der Unterabteilung „Industrie“ im BMWi), Prof. Henning Kagermann (Global Representative der Plattform), Prof. Svenja Falk (Leiterin der Arbeitsgruppe zu digitalen Geschäftsmodellen in der Plattform) und weitere Vertreter aus den AGs „Sicherheit vernetzter Systeme“ und „Digitale Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0“ sowie dem Standardization Council Industrie 4.0 nach Japan. Auf der Agenda stand das Global Symposium der deutschen Botschaft zu Industrie 4.0 / Connected Industries im Rahmen der Technologiemesse Ceatec. Nur einen Tag später fand das „4. The Robot Revolution and Industrial IoT International Symposium 2018 - Industrial IoT Future Images and International Standards Connecting the World" anlässlich des World Robot Summits statt. Wichtige Themen waren Standardisierung – das Use Case Szenario der Value Based Services wurde vorgestellt, IT-Sicherheit und digitale Geschäftsmodelle. Informationen, Videos und Präsentationen zum Symposium können auf der Seite der japanischen Robot Revolution & Industrial IoT Initiative (RRI) heruntergeladen werden. Die Reise wurde mit einem Workshop zu digitalen Geschäftsmodellen abgeschlossen, den die deutschen Vertreterinnen und Vertreter gemeinsam mit RRI und dem japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) durchführten. Von deutscher Seite waren Prof. Kagermann, Frau Prof. Falk sowie Herr Dr. Löwen vertreten. Die Arbeit soll auch in diesem Bereich fortgeführt werden.
Bereits im September hatte Jörg Hofmann (Vorsitzender der IG Metall und Leitungsmitglied der Plattform) an einem RRI-Seminar zur Zukunft der Arbeit teilgenommen und die Perspektive der deutschen Arbeitnehmer eingebracht.
Prof. Henning Kagermann, Global Representative der Plattform, im Expertengespräch während seinem Japan-Besuch im August 2018
Im Sommer fand die zweite KMU-Markterschließungsreise nach Japan statt. Sie stand unter dem Motto „Robotik und IT-Dienstleistungen für Industrie 4.0“. Verschiedene KMU stellten sich im Rahmen der Reise vom 10. bis zum 15. Juni japanischen Unternehmen in Tokio, Nagoya und Osaka vor. Üblicherweise wird im Rahmen einer solchen Reise eine Zielmarktanalyse erstellt, die Geschäftschancen, die Entwicklung verschiedener Marktsegmente und Usancen aufzeigt. Für Japan ist Deutschland Vorreiter im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0. Japanische Unternehmen können sich insbesondere in den Bereichen Machine-to-Machine, integrierte Montagelösungen sowie Sicherheitslösungen zur Computer- und Netzsicherheit Inspiration von ihren deutschen Partnern holen.
Prof. Kagermann reiste zudem im Juli für eine ganze Reihe von Vorträgen nach Japan. Im Rahmen seiner „Japan-Tour“ traf er sich auch mit Vertretern des japanischen Industrieverbandes „Keidanren“ und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft.
Auch auf der Weltleitmesse in Hannover im April gab es schon Besuch aus Japan. Die Partner veranstalteten das traditionelle deutsch-japanische Forum zu Industrie 4.0 und Connected Industries. Die japanischen Experten wurden von einer KMU-Delegation begleitet, im Fokus standen entsprechend konkrete Anwendungsfelder von Industrie 4.0 – ein gemeinsames Papier zum Anwendungsszenario Value Based Services wurde präsentiert.