Digitales Typenschild Bild vergrößern

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Wer kennt das nicht? Papierdokumentation in Telefonbuch-Dicke begleitet viele Produkte. Im Zeitalter der Industrie 4.0 wirkt das antiquiert. Deswegen gibt es nun das Digitale Typenschild 4.0. Es digitalisiert das althergebrachte Typenschild vollständig. Zudem ermöglicht es ganz neue Services. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Zeit und Kosten sparen: Der sofortige Zugriff auf aktuelle Dokumente wird möglich.
  • Keine Druck- und Logistikkosten: Ein gültiger, herstellerübergreifender Standard nach DIN SPEC 91406 beschreibt die Informationen zum physischen Objekt in IT-Systemen.
  • Weltweit verfügbar: Dokumente sind in der jeweiligen Landessprache und lokale Zertifikate (CE, CCC, …) verfügbar.
  • Nachhaltigkeit: Das Typenschild schont Ressourcen und macht Papierdokumentation überflüssig.


Möglich gemacht hat das die Verwaltungsschale der Plattform Industrie 4.0 (VWS; engl.: Asset Administration Shell – AAS), denn sie sorgt für die benötigte Interoperabilität. Erstmalig wird sie in diesem firmenübergreifenden Anwendungsfall realisiert und zum Leben erweckt.
Das Leitbild 2030 für Industrie 4.0 legt dar, wie wichtig Interoperabilität für die digitalen Ökosysteme der Zukunft ist. Dafür ist die Verwaltungsschale essenziell. Sie ist das Fundament für interoperable Industrie 4.0-Systeme, denn sie bildet die reale Industriewelt im Digitalen ab.
Das Digitale Typenschild 4.0 ist damit ein weiterer Grundbaustein für die Digitalisierung der Produktion. Es reduziert die Komplexität, spart Kosten und entlastet die Umwelt. Es bietet die Chance, Europas Wettbewerbsfähigkeit bei Industrie 4.0 weiter auszubauen.
Das Digitale Typenschild 4.0 ist ein Projekt des ZVEI und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Plattform Industrie 4.0. Seit Ende 2018 arbeiten sie gemeinsam mit Herstellern der Automatisierungsbranche an dessen Umsetzung.

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