Arbeitsgruppen der Plattform formieren Aktivitäten um Leitbild 2030

Prof. Dr. Peter Post, Mitglied des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 und Leiter Corporate Research and Technology bei der Festo AG, bei seinem Vortrag zum Leitbild 2030 für die Industrie 4.0

© Plattform Industrie 4.0

Das Leitbild 2030 gibt den Rahmen vor

Die Plattform Industrie 4.0 hat das Leitbild 2030 für Industrie 4.0 entwickelt. In dem Leitbild führen die Expertinnen und Experten der Plattform verschiedene Facet-ten digitaler Ökosysteme zu einem ganzheitlichen Gestaltungsansatz zusammen: Die Handlungsstränge Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit sind nach Ansicht der Plattform-Akteure zentral, um digitale Ökosysteme zu schaffen, die Pluralität und fairen Wettbewerb sichern.


Arbeitsgruppen orientieren sich am Leitbild

In Berlin trafen sich Ende September die sechs Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0, um ihre Arbeit am Leitbilds 2030 auszurichten. Über 130 Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik besprachen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die nächsten Schritte auf dem Weg zu digitalen Ökosystemen.


Interdisziplinarität als Erfolgsfaktor

Sollen die drei Handlungsstränge zu einem Ganzen vereint werden, muss sich die Verschmelzung auch in den Strukturen der Plattform widerspiegeln. Die Klausur war deshalb themenübergreifend angelegt: Standardisierer diskutierten in Cross-Over-Sessions mit Technologieexpertinnen und Juristinnen mit Experten für digitale Geschäftsmodelle.


Zudem entstand eine Projektgruppe „Condition Monitoring“ mit Vertreterinnen und Vertretern aller Arbeitsgruppen. Die Projektgruppe wird die bestehenden Teilansätze in einem ganzheitlichen, integrativen Use Cases zusammenführen. Dieser Use Cases soll exemplarisch das Leitbild illustrieren, es so verständlicher machen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtern.


Vom Konzept zur Umsetzung im Betrieb

In vielen Themenfeldern hat die Plattform Industrie 4.0 bereits das konzeptionelle Fundament gelegt. Die Konzepte gilt es nun in die Unternehmenspraxis zu überführen: In den Feldern digitale Infrastruktur, Sicherheit, Recht, Standards und Künstliche Intelligenz sind Implementierungsprojekte geplant oder bereits gestartet. In anderen Feldern, wie Klimaschutz und gesellschaftlicher Teilhabe, sucht die Plattform den Austausch mit externen Akteuren. Die Plattform sondiert, welchen Beitrag sie hier gemeinsam mit anderen leisten kann und wird dann entsprechende Aktivitäten starten.