Anwendungsbeispiele: Produzierende Industrie
Produktbeispiele: Produktionsdienstleistungen
Wertschöpfungsbereich: Produktion & Lieferkette
Entwicklungsstadium: Marktreife / produktiver Einsatz
Unternehmensgröße: 250 - 5000 Mitarbeiter
Region: Hessen

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Produzierende Unternehmen müssen auf Basis von individuellen Kundenwünsche und kürzeren Produktlebenszyklen die Montage kostengünstig und schnell für einzelne Losgrößen und Produkte anpassen. Gleichzeitig müssen diese Montagesysteme die Anforderungen im Bereich Industrie 4.0 wie beispielsweise Rückverfolgbarkeit, Interoperabilität, dezentrale Steuerung, Kommunikation und Datenanalyse anbieten. Dazu steigt der internationale Wettbewerbsdruck durch die Globalisierung. Für diese Herausforderungen hat Desoutter in der Montage ein innovatives Produkt entwickelt, welches eine stetige Optimierung der Produktion nach den Anforderungen des Lean Management in Kombination mit Industrie 4.0 ermöglicht.

Kunden von Desoutter profitieren mit der innovativen Industrial Smart Hub CONNECT in der Steigerung Ihrer:

1. Flexibilität

  • CONNECT verbindet bis zu 20 WLAN Werkzeugen und dient als Plattform zur Anbindung von weiterem Montagezubehör. Dadurch entfällt die Installation von zzgl. Hardware, da sie in der Lage ist, alles gleichzeitig zu steuern und die Umweltweltbelastung wird mittels geringeren Energieverbrauch minimiert.
  • Kommunikationsreichweite des Industrial Smart Hub kann problemlos über einen Access Point erweitert werden. Dadurch kann problemlos eine Kommunikation zwischen Werkzeug und der Industrial Smart Hub über größeren Distanzen durchgeführt werden.
  • Der Industrial Smart Hub CONNECT bietet die Möglichkeit mit dem Funktionsmanagement zusätzliche Applikationen problemlos zu installieren, wodurch die Anwender nur das verwenden, was sie wirklich benötigen.
  • Die Kommunikation verläuft auf vertikaler und horizontaler Ebene mit u.a. Bauteilen, Werkzeugen, Robotern und ERP Systemen für eine hohe Interoperabilität in der Smart Factory.
  • Nutzung unterschiedlicher Protokollsprachen

2. Produktivität

  • Automatische Übergabe der notwendigen Schraubprogramme durch die Kommunikation mit ERP-Systemen und dadurch die Realisierung einer Losgröße 1 Montage
  • Echtzeitanalyse der Schraubergebnisse und Einhaltung der Vorgaben der VDI/VDE 2862
  • Rückverfolgbarkeit des Montageprozesses (alle Daten werden in einer zentralen Datenbank abgelegt)
  • Kontinuierliche Verbesserung der Montage durch die Datenanalyse mit der Cloud-Anwendung CVI NetWeb von Desoutter
  • Intelligente Fehlererkennung und automatische Benachrichtigung über E-Mail
  • Genaue Standortanalyse der Werkzeuge und Sperrung dieser außerhalb eines vordefinierten Anwendungsbereichs. Dadurch sinkt die Ausschussrate, weil die Anwender die Industriewerkzeuge nicht in allen Bereichen verwenden können und dies führt zur Steigerung der Produktqualität und Kundenzufriedenheit.

3. Betriebszeit

  • Ortsunabhängiger Zugang über das Internet zum Industrial Smart Hub für die dezentrale Konfiguration, Steuerung und Informationsbeschaffung.
  • Schnelle Anbindung der kabellosen Werkzeuge per RFID.
  • Kennzahlen können dargestellt und analysiert werden für die Optimierung des Montageprozesses (KPI Management).
  • Erstellung eines digitalen Zwillings des Industrial Smart Hub und Abspeicherung aller Informationen auf dem Speichermedium RIM (Removable Integrated Memory). Es unterstützt erstmals das Plug & Produce Modell. Eine Rekonfiguration entfällt, wodurch die Installation einer neuen Industrial Smart Hub CONNECT schneller durchgeführt werden kann.

„Das Industrial Smart Hub CONNECT ist eine Schnittstelle in der Montage und realisiert Industrie 4.0 bei unseren Kunden. Durch die Anbindung von bis zu 20 kabellosen Werkzeugen an unserem Industrial Smart Hub wird die Produktivität, Flexibilität und Betriebszeit enorm gesteigert und gleichzeitig die Umweltbelastung minimiert, da weniger Hardware und Energie verbraucht wird. Die CONNECT ist in der Lage, mit anderen Produktionssysteme auf der Montage-Ebene problemlos zu kommunizieren und in Echtzeit alle Information an übergeordnete Systeme (z.B. MES, ERP) zu übergeben. Das System sammelt und verarbeitet alle anfallenden Montagedaten in Echtzeit und minimiert dadurch die Weitergabe von schlechten Bauteilen, wodurch die Kundenzufriedenheit und Produktqualität gesteigert wird. Desoutter hat erstmals in der CONNECT das Funktionsmanagement eingebaut, mit dem Kunden eine Plattform besitzen, indem sie bedarfsgerecht Funktionen aktivieren können.“
Matthias Noll, Marketing Manager

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Die Industrial Smart Hub CONNECT ist eine intelligente Schnittstelle in der Montage mit eingebauten Mikrocomputer und Touch-Display (Benutzerschnittstelle). Sie kommuniziert über WLAN mit den kabellosen Werkzeugen und kann ihre Reichwerte mit Accesspoints erweitern. Durch die Nutzung eines Ethernetanschlusses ist sie in der Lage, mit übergeordneten Systemen (ERP, Clouds etc.) über das Internet zu kommunizieren. Die CONNECT wurde so programmiert, dass die Anwender problemlos die Industrial Smart Hub in ihrer Smart Factory integrieren können. Sie verteilt und kontrolliert Aufgaben automatisch und steigert somit den Automatisierungsgrad eines Unternehmens!

Was konnte erreicht werden?

  • Schnelle Anbindung in das Netzwerk einer Smart Factory
  • Steuerung von bis zu 20 WLAN Werkzeuge über eine Schnittstelle
  • Kabellose Arbeit und dadurch die Steigerung der Flexibilität der Arbeiter
  • Datensammlung und Datenübertragung zu einer Cloud für die Rückverfolgbarkeit
  • Datenanalyse mittels einer Software (CVINET Web) für eine kontinuierliche Verbesserung des Montageprozesses
  • Kollaborative Arbeit mit Cobots
  • Produktivitätssteigerung durch Standortortanalyse des Werkzeuges und dadurch die Freigabe für die Arbeit an bestimmten Bauteilen (Virtual Cable)

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Mit der CONNECT hat Desoutter erstmalig eine Plattform entwickelt indem 20 WLAN Werkzeuge angeschlossen werden können, alle Montagedaten zusammengeführt und weiterleitet zu übergeordneten Systemen. Gleichzeitig setzt sie mehrere Funktionen des Lean Management in der Montage um, wodurch Zeit, Kosten und die Umweltbelastung erheblich minimiert werden. Das System wurde von dem Innovationsmanagement, Produktmanagement und der Entwicklungsabteilungen konzipiert, um die Kunden bei der Digitalisierung in der Montage zu unterstützen. An der Entwicklung der CONNECT waren vor allem namenhafte Kunden aus der Automotive- und Maschinenbauindustrie beteiligt. Nach gemeinsam durchgeführten Workshops wurden die Anforderungen abgeleitet und in der CONNECT realisiert. So entstand auch das innovative Funktionsmanagement! Das Funktionsmanagement ist insbesondere für die zukünftigen Anforderungen in der Smart Factory entwickelt worden. Das heißt für Desoutter Kunden, dass Sie sich stetig auf neue Funktionen in der CONNECT freuen dürfen! Für die Mensch-Maschine-Kollaboration hat Desoutter mit Spezialisten von internationalen Roboterhersteller gearbeitet.

Was können andere davon lernen?

  • Minimisierung der Hardware durch Substitution und kleine Abmessungen kommen der Flexibilisierung entgegen
  • Das flexible Funktionsmanagement entspricht den heutigen Anforderungen an eine anpassbare Produktionsumgebung und dem Gedanken nur das zu kaufen, was auch jeweils benötigt ist