Produktbeispiele: Softwarelösungen
Wertschöpfungsbereich: Design & Engineering, Produktion & Lieferkette, Logistik
Entwicklungsstadium: Markteinführung / Pilot
Unternehmensgröße: 1 - 250 Mitarbeiter
Region: Baden-Württemberg

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Aufgrund von Industrie 4.0 und der Digitalisierung hält die IT starken Einzug in nahezu alle Industrien. Mitarbeiter/innen in Fachabteilungen verfügen jedoch oft nicht über die nötigen Programmierkenntnisse, um aktiv an Digitalisierungsprojekten mitzuwirken, denn nicht-triviale Prozesslogiken erfordern das Schreiben von Programmcode. Aus diesem Grund müssen Fachkräfte ihr Prozesswissen in meist wiederholten Abstimmungsrunden an interne oder externe Programmierer weitergeben. Insbesondere für KMUs stellt sich hierbei die zusätzliche Schwierigkeit, dass die Nachfrage nach talentierten Programmierern das Angebot übersteigt und somit ein Mangel an den Ressourcen besteht, welche bislang Digitalisierungslösungen tatsächlich umsetzen können.

Fachanwender/innen, die bereits heute die technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse in Unternehmen betreuen, können ihr Wissen nun mit Hilfe von Streamsheets aktiv in Digitalisierungsprojekte einbringen und diese größtenteils eigenständig durchführen. Sie werden in die Lage versetzt, rasch Prototypenanwendungen und Simulationen zu erstellen und in der Folge auch schnell Umsetzungserfolge zu erzielen.

Auf diese Weise werden Logiken und Echtzeitprozesse wie etwa für dezentrale Steuerungsmechanismen, Maschinenmonitoring, Vorhersagen und Prozessoptimierungen von Fachanwendern/innen implementiert. Dies reduziert die Kosten und die Zeiträume für Entwicklung und Umsetzung von Digitalisierungs- und Automatisierungsprojekten dramatisch, da die kosten- und zeitaufwendige Einbindung von dedizierten Programmier-Ressourcen weitgehend umgangen werden kann.

Auch die Akzeptanz und Bereitschaft zur Entwicklung und Implementierung von Industrie 4.0- und Wirtschaft 4.0-Lösungen innerhalb der Fachabteilungen und im Management werden so deutlich erhöht.

"Wir unterstützen Unternehmen dabei, das Prozesswissen ihrer Mitarbeiter/innen und Fachabteilungen ohne Umwege auszuschöpfen und dieses aktiv in die digitale Transformation einzubringen. Auf diese Weise können nicht nur individuelle Unternehmensprozesse modelliert, sondern auch neue Geschäftsmodelle eigenständig kreiert werden.“ Kristian Raue, CEO

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Durch die Digitalisierung spielt die IT in quasi allen Bereichen der Industrien eine zunehmend wichtigere Rolle. Das Problem ist jedoch, dass die Mitarbeiter/innen in den Fachabteilungen die Produktions-, Logistik- und viele weitere Unternehmensabläufe bestens kennen, aber über keine ausreichenden Programmierkenntnisse verfügen, um ihr Wissen aktiv und direkt in IoT- und Industrie 4.0-Projekte einbringen zu können. Mit Hilfe der Streamsheets löst die cedalo AG dieses Problem, da den Anwendern im Vordergrund eine Modellierungsoberfläche geboten wird, welche sie bereits kennen, und im Hintergrund die modellierten Prozessabläufe automatisch in Microservices umgewandelt werden.

Was konnte erreicht werden?

Mit Hilfe der Streamsheets können nun auch individuelle und nicht-triviale Prozesslogiken modelliert werden, ohne dass der Nutzer Programmcode schreiben muss. Auf diese Weise können Fachanwender/innen bspw. automatisierte Auftragsverhandlungen zwischen Produktionsressourcen realisieren und dynamische Echtzeit-Dashboards für Fertigung und Logistik erstellen. Da Verarbeitungslogiken simpel angepasst werden können, lassen sich auch alternative Fertigungsszenarien im Vorhinein sowie im Nachhinein in Simulationen vergleichen.

Eine weitere Anwendung sind die Verknüpfung und Synchronisation verschiedener IoT-Elemente wie Maschinen, Smartphones und Websites, was im Betrieb zu einer erhöhten Transparenz wie auch Reaktionsfähigkeit führt. Insbesondere gerade auch dann, wenn IoT-Elemente unterschiedliche Datenformate verwenden, kann mit Streamsheets schnell eine durchgängige Verbindung hergestellt werden.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Mittels einer intuitiven und für die meisten Anwender bekannten Benutzeroberfläche kann der Kreis der Mitarbeiter/innen, welche digitale Lösungen aktiv erstellen, signifikant vergrößert werden. Dank des interaktiven und visuellen Modellierungskonzeptes können außerdem rasch Prototypen und Simulationen erstellt sowie Anwendungen in Betrieb genommen werden.

Der Einsatz eines sehr flexiblen Werkzeuges, wie der Streamsheets, erlaubt die Implementierung statischer, d.h. immer gleich ablaufender, wie auch dynamischer und somit situationsabhängig verschiedener Prozesse.

Da Streamsheets zudem datenagnostisch sind, kann das Zusammenspiel von Softwareanwendungen, Maschinen, Aktuatoren und Sensoren im digitalen Unternehmen mit einer einzigen Software gestaltet werden.

Die Kompatibilität mit führenden Plattformen ermöglicht die Verwendung sowohl unternehmenseigener Plattformen wie auch die der großen Cloud-Anbieter.

Was können andere davon lernen?

Die Verwendung einer intuitiv zu bedienenden und zugleich sehr flexiblen Softwarelösung stärkt nicht nur die Zusammenarbeit zwischen allen einbezogenen Bereichen, sondern auch über Managementebenen hinweg. Dies führt dazu, dass Prozessabläufe individuell sowie ganzheitlich modelliert und implementiert werden können.