Die Leitung der Plattform auf der Hannover Messe 2018

© BMWi / Michael Reitz

Das Ziel der Plattform

  • Wie kann der Produktionsstandort Deutschland mit Industrie 4.0 seine Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern und der führender Fabrikausrüster für die Industrie 4.0 werden?
  • Welche Rolle kann Deutschland bei der Definition von Standards spielen?
  • Wie kann die Arbeitswelt mit Industrie 4.0 zum Nutzen der Menschen gestaltet werden?

Die Plattform Industrie 4.0 geht diese und ähnliche Fragestellungen an.

Unternehmen und ihre Belegschaft, Gewerkschaften, Verbände, Wissenschaft und Politik entfalten eine hohe Wirkung im gemeinsamen Dialog. Sie erarbeiten ambitionierte, aber auch realisierbare Handlungsempfehlungen und Standards. Zudem wollen sie eine einheitliche, bedarfsorientierte Forschungsagenda entwickeln. Schließlich identifizieren sie aussagekräftige Anwendungsbeispiele. Diese demonstrieren unmittelbar die Effekte vernetzter Produktions- und Wertschöpfungsketten und die Vorteile neuer Geschäfts- und Arbeitsmodelle.

Das Selbstverständnis der Plattform

Die Plattform erarbeitet gemeinsame Handlungsempfehlungen. Diese dienen als Basis für einheitliche und verlässliche Rahmenbedingungen in der digitalen Transformation der Industrie. Vorwettbewerbliche Allianzen und Netzwerke der Plattform unterstützen und entfalten die unternehmerische Kompetenz deutscher Unternehmen. Alle relevanten Trends und Entwicklungen im Bereich der produzierenden Industrie kommen so im Sinne eines Gesamtverständnisses von Industrie 4.0 zusammen. Unternehmen realisieren Demozentren und Forschungsprojekte mit Unterstützung der Plattform. Nationale und internationale Gremien zu Standardisierungsprozessen bekommen von der Plattform konkrete Handlungsbedarfe und Empfehlungen für Normen und Standards.

Die Struktur der Plattform

Übersicht der Plattform Industrie 4.0

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek leiten die Plattform gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften. Expertinnen und Experten erarbeiten in Arbeitsgruppen Strategien, fachliche Lösungsansätze und Empfehlungen zu den wichtigsten Themen der Industrie 4.0.

Diese Arbeitsgruppen greifen Zukunftsfragen auf in den Bereichen

Der Lenkungskreis entwickelt Strategien wie die Arbeitsgruppenergebnisse technisch umgesetzt werden. Die Plattform Industrie 4.0 trägt ihre Ergebnisse über internationale Kooperation in die globalen Diskurse ein. So fördert sie weltweit einheitliche Grundlagen sowie den grenzüberschreitenden Austausch zur Digitalisierung in der Produktion.

die Zusammensetzung der Plattform (PDF, 89KB) können Sie die Zusammensetzung der Leitung sowie die in der Plattform vertretenen Unternehmen und Organisationen sehen.

Die Geschichte der Plattform Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist Zukunftsprojekt des Aktionsplans Hightech-Strategie 2020. Die Bundesregierung griff damit die rasante gesellschaftliche und technologische Entwicklung in diesem Bereich auf. Sie legte Strukturen für die Zusammenarbeit aller Akteure des Innovationsgeschehens in Deutschland fest. Der Arbeitskreis Industrie 4.0 der Forschungsunion Wirtschaft – Wissenschaft des BMBF beleuchtete wie wir erfolgreich ins vierte industrielle Zeitalter aufbrechen können. Im Oktober 2012 gab der Arbeitskreis seine Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 heraus.

Die 6.000 Mitgliedsunternehmen der Verbände BITKOM, VDMA und ZVEI griffen die Aufforderung zur Weiterentwicklung des Projekts Industrie 4.0 auf. Im April 2013 beschlossen sie eine ideelle thematische Zusammenarbeit über Verbandsgrenzen hinweg. Die Plattform Industrie 4.0 war geboren und wurde offiziell auf der Hannover Messe 2013 bekannt gegeben.

Seit 2015 wurde die Plattform Industrie 4.0 kontinuierlich ausgebaut. Weitere Akteure aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik kamen hinzu. Im März 2018 wurde eine zusätzliche Arbeitsgruppe zu Digitalen Geschäftsmodellen in der Industrie 4.0 gegründet. Auf der Hannover Messe 2019 stellte die Plattform das Leitbild 2030 vor um die digitalen Ökosysteme der Zukunft gemeinsam zu gestalten.