Die Plattform Industrie 4.0. will die internationale Spitzenposition Deutschlands in der produzierenden Industrie sichern und ausbauen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften tragen die Plattform. Gemeinsam entwickeln sie ein einheitliches Grundverständnis von Industrie 4.0, bringen es in die Öffentlichkeit und stoßen eine gesellschaftliche Diskussion an. Sie wollen

  • den digitalen Strukturwandel der Industrie koordiniert und geordnet gestalten,
  • verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte schaffen, sowie
  • eine bedarfsgerechte Industriepolitik für einen wettbewerbsfähigen Standort Deutschland erreichen.

Kernthemen sind:

Die Plattform ermöglicht es den Teilnehmenden auch, Allianzen und Netzwerke zu initiieren. Sie sollen relevante Trends und Entwicklungen einer digitalisierten Industrie besser identifizieren können. Der deutsche Mittelstand findet in der Plattform konkrete Handlungsempfehlungen und Best Practices, um Industrie 4.0 umzusetzten.

Die Plattform Industrie 4.0 ist ein Schulterschluss zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden. Gemeinsam wollen sie die vierte industrielle Revolution in Deutschland erfolgreich gestalten. Denn nur, wenn frühzeitig alle relevanten Akteure an einem Tisch sitzen, können wir auf Herausforderungen frühzeitig reagieren und die notwendigen Weichen stellen.

Derzeit sind ca. 350 Akteure aus 150 Organisationen branchenübergreifend in der Plattform Industrie 4.0 eingebunden. Sie haben das Ziel, Chancen und Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam Lösungen zu entwerfen. Die Plattform stellt Test- und Anwendungsfälle zusammen, um insbesondere den Mittelstand zu motivieren sowie Zugang zu neuen Technologien und Industrieprozessen zu eröffnen. Ziel ist es, dass Industrie 4.0 in Deutschland von möglichst vielen Unternehmen umgesetzt werden kann.

Der inhaltliche Fokus der Plattform liegt auf den Schwerpunkten

Die Plattform Industrie 4.0 zeigt die Felder auf, in denen die deutsche Industrie zukünftig aktiv werden muss. Sie leitet aus Anwendungsszenarien Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmen sowie technologische, arbeitsorganisatorische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen ab.

Im April 2013 haben die Verbände BITKOM, VDMA und ZVEI eine Kooperationsvereinbarung beschlossen, um ihr Wissen zu bündeln und gemeinsam über Verbandsgrenzen hinweg die Plattform Industrie 4.0 zu betreiben. Der Start der Plattform Industrie 4.0 wurde offiziell auf der Hannover Messe 2013 bekannt gegeben.

Im April 2015 wurde die Plattform Industrie 4.0 ausgebaut – weitere Akteure aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik kamen hinzu.

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In den AGs

Die Arbeitsgruppen stehen grundsätzlich allen interessierten und qualifizierten Akteuren aus Unternehmen offen. Anfragen zur aktiven Teilnahme an der Plattform nimmt die Geschäftsstelle entgegen und leitet sie zur Entscheidung an den Lenkungskreis und für die Teilnahme an anderen Gremien an die Leitung weiter. Voraussetzungen sind eine nachgewiesene fachliche Expertise und ein wirksames Mandat für seine Organisation zu sprechen, zu entscheiden sowie als (regionaler) Multiplikator zu wirken. Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf Veranstaltungen

Eine gute Möglichkeit für Unternehmen mit der Plattform in den Austausch zu Industrie 4.0 Themen zu kommen, ist die Teilnahme an Veranstaltungen der Plattform. Aktuelle Hinweise dazu finden sich im Veranstaltungskalender.

Auf der Landkarte

Wenn Ihr Unternehmen bereits Industrie 4.0-Lösungen anwendet und entwickelt, ist die Landkarte eine Möglichkeit, Sichtbarkeit in Deutschland und darüber hinaus zu schaffen. Die Landkarte und die Möglichkeit Ihr Projekt vorzuschlagen finden Sie hier.

Auf dem Kompass

Für IHKs, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, regionale Initiativen oder ähnliche Organisationen, die nicht-kommerzielle Unterstützungsangebote für Unternehmen anbieten, ist der Kompass eine Möglichkeit, sichtbar zu werden. Dort erhalten Unternehmen einen strukturierten Überblick. Mehr dazu finden Sie hier.

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Die Geschäftsstelle

  • übernimmt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das operative Projektmanagement,
  • unterstützt die einzelnen Gremien,
  • koordiniert deren Zusammenarbeit und
  • steuert eine einheitliche Kommunikation – sowohl innerhalb der Plattform als auch nach außen.

Dadurch soll ein freier und reibungsloser Informationsaustausch zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen sichergestellt werden, um eine zügige Verbreitung von Ergebnissen zu ermöglichen und Synergien zu nutzen. Darüber hinaus dient die Geschäftsstelle als erste und zentrale Ansprechpartnerin gegenüber der Öffentlichkeit und bildet eine einheitliche Schnittstelle zu thematisch verwandten Initiativen im In- und Ausland. Sie nimmt Anfragen interessierter Unternehmen sowie Arbeitnehmervertreterinnen- und -vertreter zur aktiven Teilnahme an der Plattform entgegen und leitet diese an die entsprechenden Entscheidungsgremien weiter.

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Die Leitung der Plattform wird gebildet durch die Ministerinnen der verantwortlichen Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für Bildung und Forschung (BMBF) sowie weitere führende Vertreter/innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften. Die Plattformleitung ist das oberste Entscheidungsgremium, definiert die übergeordnete Zielsetzung, bestimmt die strategische Ausrichtung, personelle Besetzung, finanzielle Ausstattung und repräsentiert die Plattform in der Öffentlichkeit.

Der Strategiekreis mit Vertreter/innen aus dem Lenkungskreis, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium des Innern (BMI), Vertreter/innen der Bundesländer, der vorgesehenen Branchenverbände, der Gewerkschaften und Wissenschaft berät die Leitung in allen strategischen Fragen, verantwortet die politische Meilensteinplanung und agiert als Multiplikator der Ergebnisse der Plattform in die Verbände und Wissenschaft hinein.

Der Lenkungskreis aus Unternehmens- und Gewerkschaftsvertreter/innen koordiniert und steuert sämtliche Aktivitäten in den themenspezifischen Arbeitsgruppen. Er leitet die fachlich-inhaltliche Arbeit der Plattform und bündelt die Ergebnisse aus den themenspezifischen Arbeitsgruppen.

Die fachlich-inhaltliche Arbeit der Plattform erfolgt in themenspezifischen Arbeitsgruppen, in denen ausschließlich Vertreter/innen von Unternehmen und Betriebsräten ständige Teilnehmer/innen sind. Die zuständigen Bundesressorts (v. a. BMWi, BMBF, BMI, BMAS) nehmen an den Sitzungen nach Bedarfslage teil. Relevante Verbände und Wissenschaftsorganisationen oder nachgeordnete Bundesbehörden sind Experten mit Gaststatus, die zu den Arbeitsgruppensitzungen eingeladen werden können.

Unterstützt werden die Arbeitsgruppen, insbesondere die Arbeitsgruppe zu Forschung und Innovation, sowie die Lenkungs- und Strategiekreise durch den wissenschaftlichen Beirat der Plattform. Der wissenschaftliche Beirat setzt sich aus führenden Vertreter/innen relevanter Wissenschaftsorganisationen zusammen und steht den operativen Gremien der Plattform beratend zur Seite. Er begutachtet die Forschungsagenda und unterstützt die Arbeitsgruppe „Forschung und Innovation“ bei der Begutachtung laufender Forschungsprojekte.

Im Auftrag des BMWi übernimmt die Geschäftsstelle der Plattform das operative Projektmanagement. Die Geschäftsstelle unterstützt die einzelnen Gremien, koordiniert deren Zusammenarbeit und orchestriert eine einheitliche Kommunikation, sowohl innerhalb der Plattform als auch nach außen.

Die Aktivitäten am Markt (Industriekonsortien und Initiativen) sind nicht mehr vorwettbewerblich und liegen außerhalb der Zuständigkeit der Plattform Industrie 4.0.

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Die Plattform Industrie 4.0 wird getragen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften. Insgesamt arbeiten 300 Akteure aus 159 Organisationen aktiv in der Plattform mit. Die Zusammensetzung finden Sie hier (PDF, 100 KB).