Liebe Leserinnen und Leser,

während sich die Blätter färben und die Tage kürzer werden, bringt die Plattform Industrie 4.0 frische Impulse für die digitale Zukunft der Industrie – mit praxisnahen Lösungen und einem Appell an die Bundesregierung.

Im Zentrum steht die Frage: Wie gelingt vertrauensvolles Datenteilen in digitalen Ökosystemen? Die Arbeitsgruppe „Sicherheit kollaborativer Ökosysteme“ zeigt, dass Sicherheit weit über den klassischen Schutz vor (Cyber-)Angriffen hinausgeht. Sicherheit ist die Basis für Vertrauen, geschützte Kommunikation und Datenverarbeitung zwischen Unternehmen, Maschinen und Plattformen. eIDAS 2.0 ist ein unverzichtbarer Schritt, um dafür die Grundlage zu schaffen: Der europaweite Rechtsrahmen macht digitale Identitäten rechtssicher und interoperabel – zentral für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie.

Doch das kann nur ein Anfang sein, so der Appell der Plattform Industrie 4.0: Beziehen Sie die Privatwirtschaft umfassend in die Konzeption und Umsetzung der eIDAS 2.0-Infrastruktur ein. Benennen Sie eine verantwortliche Einheit und starten Sie ein gemeinsames Umsetzungsprojekt.

Denn: eIDAS 2.0 kann erst dann echten Mehrwert schaffen, wenn die Wirtschaft frühzeitig eingebunden wird. Digitale Identitäten ermöglichen automatisierte Prozesse, senken Kosten und stärken die Wettbewerbsfähigkeit – vorausgesetzt, Industrie und Mittelstand können ihre Identitäten selbstbestimmt und sicher verwalten. Nur so entstehen Synergien, die über reine Verwaltung hinausgehen.

Wie dies konkret aussehen kann, diskutieren Fachleute am 4. November in Berlin. Beim gemeinsamen Fachtag der Arbeitsgruppen „Sicherheit kollaborativer Ökosysteme“ und „Rechtliche Rahmenbedingungen“ stehen industrielle KI, digitale Identitäten und die EU-Digitalgesetzgebung im Fokus.

Wir wünschen Ihnen einen inspirierenden Herbst und viel Freude beim Lesen!

Ihre Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0