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Veranstaltungsbericht: Vorhang auf für den Demonstrator für Interoperabilität & Nachhaltigkeit
Einleitung
Können wir CO2-Emissionsdaten entlang der Wertschöpfungskette standardisiert und länderübergreifend austauschen? Ja! Wie das funktioniert, zeigte die Arbeitsgruppe des deutsch-amerikanischen Demonstrators zu Interoperabilität und Nachhaltigkeit. Im Dezember 2021 stellten sie den Anwendungsfall Carbon Reporting auf dem European Big Data Value Forum (EBDVF) vor.
Das Publikum zeigte großes Interesse an der Diskussion: Sie stellten u.a. den beiden Experten Stefan Hoppe (OPCF, unten links) und Michael Hoffmeister (Festo, unten rechts) ihre Fragen. Anja Simon (LNI 4.0, oben rechts) koordinierte über den Chat.
Der Demonstrator beweist am Beispiel eines Reportings von CO2-Emissionsdaten: Unterschiedliche Datenerfassungssysteme in der Produktion sind über Plattformen, Unternehmensstandorte und Länder hinweg interoperabel. Solche Systeme sind z.B. die Verwaltungsschale (engl. Asset Administration Shell – AAS; Plattform Industrie 4.0) und das Smart Manufacturing Profile (SMP; CESMII). Damit können zukünftig auch Maschinendaten vernetzt werden.
Die Kooperationspartner stellten vor, was der Demonstrator kann, die Idee dahinter und wo die Reise hingeht. Anja Simon vom LNI 4.0 führte durch die Präsentation. Leiter der Task Force „Industrie 4.0 & Nachhaltigkeit“ der Plattform Industrie 4.0 Peter Post zeigte drei Entwicklungsphasen in eine digitale, vernetzte und nachhaltige Produktion der Zukunft. Er ging auf Unternehmensbeispiele ein, die Interoperabilität als Schlüssel zum Erfolg für eine nachhaltigere Produktion haben. Michael Hoffmeister von Festo ist Standardisierungs-Experte in der Plattform und betonte, dass Wissenstransfer über Lernmaschinen und Demonstratoren wie diesen von entscheidender Bedeutung seien. Er gab einen Überblick über die Ziele des Demonstrators und die Herausforderungen, z. B. bei der Datenintegration.
Michael Hoffmeister (Festo, Plattform Industrie 4.0) zeigte in einem Video, wie das Carbon Monitoring im Demonstrator über den AASX-Package-Explorer aussieht.
Stefan Hoppe von der OPC Foundation gab eine Einführung in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von OPC UA für eine sichere und standardisierte Kommunikation zwischen Maschinen und Assets. Den Aufbau und die Architektur des Demonstrators beschrieb Erich Barnstedt von Microsoft. Durch die Nutzung eines etablierten offenen Standards (OPC UA) und eine Anbindung an die Cloud (UA Cloud Library) können in der Produktion anfallende Emissionsdaten digital erfasst und über offene, standardisierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden. Jonathan Wise von CESMII widmete sich abschließend der Frage, wie Maschinen im internationalen Kontext interoperabel zusammenarbeiten können: Das funktioniert, da die Smart Manufacturing Profiles konzeptionell und strukturell den Teilmodellen einer Verwaltungsschale entsprechen. Beide Länder verwenden also das gleiche Informationsmodell.
Save-the-Date: Werfen Sie einen Live-Blick auf den Demonstrator für Interoperabilität! Am Stand der OPC Foundation und Vernetzung zur Plattform Industrie 4.0 auf der Hannover Messe 2022 vom 30.5. bis 2.6.2022.