KI Reallabor Bild vergrößern: KI Reallabor

Das neue KI Reallabor mit Nissrin Arbesun Perez (Geschäftsstelle SmartFactoryOWL), Dr. Alexander Maier (Gruppenleiter Maschinelles Lernen), Dr. Oliver Niehörster (Abteilungsleiter Maschinelle Intelligenz), Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite (Leiter Fraunhofer IOSB-INA) (vlnr)

© Fraunhofer IOSB-INA

„Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gilt als wesentlicher Innovationstreiber im privaten, öffentlichen und wirtschaftlichen Sektor,“ sagt Johannes Kalhoff, Leiter der Arbeitsgruppe der Plattform Industrie 4.0 zu Technologie- und Anwendungsszenarien. „Wir müssen die Nutzung von KI Methoden fördern, um Innovationsfähigkeit zu gestalten.“ Doch der Einsatz von KI unterliegt vielen Beschränkungen. Zum einen haben aktuelle KI Technologien zu wenig direkten Bezug zu den praktischen Problemstellungen der Industrie. Zum anderen fehlt für Tests der Zugang zu nutzbaren industriellen Infrastrukturen und realen Produktionsanlagen. So sind auch sinnvolle Regulierungen und rechtliche Rahmenbedingungen derzeit sehr schwierig.

Eine Lösung bietet das neue KI-Reallabor in Lemgo. „Mit dem KI-Reallabor wollen wir einen offenen und gleichzeitig geschützten Kollaborationsraum für Mensch und Technik schaffen. Mit möglichst wenigen Regulierungen möchten wir Innovationsprozesse zulassen, um Potenziale und Auswirkungen von KI in enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie in realer Industrieumgebung zu erforschen,“ sagt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB-INA.

Zusammen mit der Plattform Industrie 4.0, ZVEI, VDMA, der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, der SmartFactoryOWL, dem KI-Marktplatz und dem Centrum Industrial IT, hat Fraunhofer das Labor ins Leben gerufen. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Ernst Stöckl-Pukall, Referatsleiter für Digitalisierung und Industrie 4.0 im BMWi, sagt dazu: „Mit der Plattform Industrie 4.0 haben wir in Deutschland ein starkes Netzwerk aufgebaut, das Projekte wie das KI-Reallabor erst ermöglicht. Das Reallabor bietet nun gute Chancen, den innovativen, vertrauensvollen und sicheren Datenaustausch in der Industrie einen Schritt voranzubringen. Das passt auch hervorragend in die Ziele, die die wir mit dem Projekt GAIA-X, dem Aufbau einer souveränen europäischen Dateninfrastruktur, verfolgen.“

Hier gibt es vertiefte Informationen zum KI-Reallabor.