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Ob autonome Fahrzeuge, Drohnen oder vernetzte Fabriken: Digitale Technologien bieten heute enorme Möglichkeiten für Verbraucher und Unternehmen, die gestern noch unmöglich schienen. Und sie verändern unser Leben mit wachsendem Tempo. Für den Gesetzgeber ist es eine große Herausforderung, Schritt zu halten. Wie können digitale Chancen genutzt werden, ohne wichtige Schutzstandards aufzugeben? Wie kann Deutschland als Innovationsstandort zukunftsfest aufgestellt werden?

Angesicht der hohen digitalen Dynamik müssen wir heute nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch experimentieren, überprüfen und lernen. All das steckt in Reallaboren. Solche Testräume für Innovation und Regulierung zielen auch darauf ab, Gesetze testweise zu öffnen und weiterzuentwickeln. Experimentierklauseln bieten dabei die notwendige „Luft zum Atmen“.

Um Reallabore als wirtschafts- und innovationspolitisches Instrument in Deutschland systematisch zu etablieren, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Dezember 2018 die Reallabore-Strategie ins Leben gerufen. Das BMWi setzt sich für mehr Experimentierklauseln ein und prämiert und begleitet spannende Praxisprojekte. Zudem wird der Wissensaustausch zwischen den Reallabor-Entscheiderinnen und -Entscheidern gefördert und eine Wissensbasis bereitgestellt: Das Handbuch für Reallabore zeigt, wie vielfältig Reallabore eingesetzt werden, und gibt Empfehlungen und Beispiele aus der Praxis. Es richtet sich sowohl an Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verwaltungen, die ein konkretes Reallabor planen und umsetzen, als auch an gesetzgebende Stellen, die die rechtlichen Grundlagen für Reallabore schaffen wollen.