Druckerzeugnisse

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© 3D MicroPrint

Die Massenproduktion metallischer Mikrobauteile ist günstig, kann aber den Wünschen anspruchsvoller Kunden nicht mehr Genüge tun. 3D MicroPrint setzt deswegen auf eine Industrie 4.0-Lösung: Mikro Laser Sintern (MLS). Bei dem Verfahren wird eine dünne Schicht eines Werkstoffes, der in Pulverform vorliegt, auf eine Bauplattform aufgetragen. Ein starker Laserstrahl schmilzt das Pulver exakt an den Stellen auf, die die computergenerierten Bauteil-Konstruktionsdaten (CAD file – computer aided design file) vorgeben. Danach senkt sich die Fertigungsplattform ab und es wird die nächste Schicht aufgetragen. Der Werkstoff wird erneut aufgeschmolzen und verbindet sich an den vorgesehenen Stellen mit der darunterliegenden Schicht. Sehr komplexe Strukturen, die zudem extrem leicht und stabil sind, können so geschaffen werden. Die 3D-Drucktechnik ermöglicht ein hohes Maß an Designfreiheit, Funktionsintegration, kleine Losgrößen und angemessene Stückkosten.

Um diese Industrie 4.0-Technologie voranzutreiben, haben sich die EOS GmbH und 3D-Micromac bereits 2006 zusammengetan und ihr Know-How in die Entwicklung der MLS-Technologie eingebracht. 2014 entschieden sich die beiden Unternehmen, das gemeinsam Erforschte auf den Markt zu bringen und gründeten 3D MicroPrint-GmbH.

Insbesondere für den medizintechnischen Bereich bietet das Druckverfahren neue Einsatzfelder. Durch Mikro Laser Sintern können Bauteile extrem dünn hergestellt werden (Stärken von <70 µm), Hohl- und Freiformkonturen sind kein Problem. Damit erfüllen sie die Anforderungen für Bauteile medizinischer Geräte der neuesten Generation. Chirurgische Teile, wie Biegeinstrumente, Extraktoren, winzige Schrauben, Klemmen, Reduktionsinstrumente und weitere Hilfsmittel, werden gemeinsam mit Ärzten entwickelt und anschließend gedruckt. Jedes Teil kann individuell sowohl an die ergonomischen Anforderungen des behandelnden Chirurgen (bspw. Griffwinkel) als auch das Krankheitsbild des Patienten angepasst werden (bspw. Knochenstellung).

„Zusammenfassend kann man sagen, dass die Entwicklung von medizinischen Geräten durch das Mikro Laser Sintern einen Schub bekommen wird, weil bisher nicht herstellbare Bauteile realisierbar werden“, so Tino Petsch, Geschäftsführer bei 3D MicroPrint.

Das junge Unternehmen bleibt weiterhin auf dem innovativen Pfad und strukturiert die Jobbeschreibungen und Arbeitszeitmodelle ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so um, dass sie den neuen Produktionsanforderungen besser gerecht werden. Darüber hinaus entwickeln sie virtuelle Instrumente, die den Fertigungsablauf bzw. -fortschritt dokumentieren. Industrie 4.0 wird bei 3D MicroPrint als ganzheitlicher Ansatz gesehen, der der 3D-Druck- und der Medizintechnikbranche den Weg in die Zukunft zeigen soll.

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