TeilnehmerInnen der chinesischen Delegation auf dem 1. Deutsch-Chinesischen Symposium zur Intelligenten Fertigung im November 2016 in Berlin

TeilnehmerInnen der chinesischen Delegation auf dem 1. Deutsch-Chinesischen Symposium zur Intelligenten Fertigung im November 2016 in Berlin

© BMWi/Andreas Mertens

Wenn die Kooperationsvereinbarungen unterschrieben und Konferenzsäle wieder leer sind, geht es mit der Arbeit erst richtig los. In einer Vielzahl von fachspezifischen Arbeitsgruppen kommen die Expertinnen und Experten aus der Plattform Industrie 4.0 und ihrer Partner-Initiativen regelmäßig zusammen. Eng getaktet arbeiten sie gemeinsam an Zukunftsfragen der Industrie 4.0.

Der Fokus der Arbeitsgruppen reicht von regulatorischen Fragen und der Harmonisierung von Normen und Standards bis hin zu konkreten internationalen Unternehmens- und Forschungskooperation sowie grenzüberschreitenden Testfeldern, in denen Unternehmen ihre Industrie 4.0-Anwendungen in Entwicklung ausprobieren können:

  • Mit dem Industrial Internet Consortium (IIC) bestehen fünf Joint Task Groups, in denen Expertinnen und Experten die Themen Produkte-Lifecycle, Harmonisierung der deutschen und US-amerikanischen Referenzarchitektur-modelle RAMI4.0 und IIRA, Interoperationalität, Testfelder und Sicherheit voranbringen. Erste Ergebnisse werden auf der Hannover Messe zu sehen sein.
  • Auch in der deutsch-japanischen Kooperation, in die auch das japanische Pendent der Plattform, die Robot Revolution Initiative, eingebunden ist, wid-met man sich den Arbeitsfeldern Cyber Security sowie internationale Standardisierung und Regulierung. Zudem möchte man gemeinsam Ansätze zur Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen entwickeln. Erste gemeinsame Kooperationsprojekte sollen auf der CeBIT vorgestellt werden.
  • Die drei gemeinsamen Arbeitsgruppen von der Plattform Industrie 4.0 und der französischen Industrie du Futur beschäftigen sich mit Referenzarchitektur und Standardisierung sowie dem Konzept zu Industrie 4.0-Komponenten, inklusive der Verwaltungsschale und des Smart Manufacturing Architecture Framework. Im Dezember 2016 konnte die erste Diskussionspapiere der Öffentlichkeit im Rahmen des zweiten deutsch-französischen Digitalgipfels vorgestellt werden.
  • Mit den italienischen Kooperationspartnern hat man sich anlässlich der deutsch-italienischen Wirtschaftskonferenz im Januar 2017 darauf geeinigt, sich neben der Standardisierung auch zu KMU-Förderung und Qualifizierung von Arbeitnehmern auszutauschen.
  • Mit China besteht ein intensiver Austausch mit Beteiligung verschiedener Ministerien und Normierungsorganisationen: Im Themenfeld intelligente Fertigung / Industrie 4.0 arbeiten das deutsche und das chinesische Wirtschaftsministerium im Rahmen eines Memorandum of Understanding (MoU) zusammen. Zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Deutsch-Chinesische Arbeitsgruppe zur Kooperation in der Intelligenten Fertigung. Diese wird von der Deutsch-Chinesischen Arbeitsgruppe Unternehmen Industrie 4.0 und Intelligente Fertigung (AGU4.0) unterstützt. In der AGU4.0 diskutieren deutsche und chinesische Industrievertreter konkrete Herausforderungen der Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit und erarbeiten Lösungsvorschläge für die Politik. Das deutsche und chinesische Forschungsministerium kooperieren zudem in der Industrie 4.0-Forschung. Die deutsche Normierungsorganisation DKE und das chinesische Pendant SAC arbeiten in einer eigenen Unterarbeitsgruppe Normung Industrie 4.0 im Kontext der Standardisierung zusammen.

Mit der dem Stakeholder Forum wurde nun auch ein verstetigter Prozess des europäischen Austausches eingeleitet. Und auch das Treffen der Industrie 4.0-Initiativen aus den G20-Staaten im März in Berlin wird Anhaltspunkte für einen kontinuierlichen Verständigungsprozess zwischen den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern geben.

Man sieht: auch abseits der Großveranstaltungen bewegt sich etwas. Wenn Sie mehr über die Kooperationen erfahren wollen, besuchen Sie unsere Website zur den internationalen Kooperationen der Plattform.