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Wie lässt sich industrielle Wertschöpfung in datengetriebenen Ökosystemen gestalten und welche Rolle spielt dabei ein effizientes Wissensmanagement? Diese Frage gewinnt im Kontext der Industrie 4.0 zukünftig noch stärker an Bedeutung.
Laut Statistischem Bundesamt gehen in Deutschland bis 2039 rund 13,4 Millionen Erwerbstätige in Rente. Die Wirtschaft verliert damit nicht nur ein Drittel (31 %) aller Erwerbstätigen, sondern riskiert auch, jahrzehntelang erworbenes Erfahrungs- und Prozesswissen einzubüßen, wenn es nicht systematisch gesichert und weitergegeben wird. Ein souveräner Umgang mit Wissen ist daher unerlässlich für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Wissensmanagement mit KI wird dabei zum strategischen Hebel für Unternehmen.
Die Möglichkeit, sich über unterschiedliche Perspektiven zu diesem Thema auszutauschen, konkrete Einblicke in die Praxis zu erhalten und sich mit Expertinnen und Experten zu vernetzen, bietet der Fachtag der Arbeitsgruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“ am 9. Juni 2026 bei Festo Didactic in Denkendorf bei Stuttgart.
Wissensmanagement neu denken: Von Speicherung zum ganzheitlichen Wissensfluss
Im Mittelpunkt steht der Ansatz, dass Unternehmen ihr Wissen nicht nur bewahren, sondern Wissensmanagement ganzheitlich als „Knowledge Flow & Kollaboration“ gestalten, damit sie zukunftsfähig aufgestellt sind. Ziel ist es, das Unternehmenswissen gezielt zu erschließen, kontinuierlich zu aktualisieren und effektiv bereitzustellen. Durch die gezielte Vernetzung von Menschen, Prozessen und Technologien entsteht eine lernende Organisation, die flexibel auf Veränderungen reagieren und innovative Lösungen entwickeln kann.
Welche Aufgaben künstliche Intelligenz übernehmen und wie die Zusammenarbeit von Menschen und KI-Systemen sowie zwischen unterschiedlichen Akteuren in einem Unternehmen gelingt, beleuchten die Vorträge und Diskussionen des Fachtags.
Neben fachlichen Impulsen schlägt die Veranstaltung Brücken zwischen Technologie, Regulierung, Qualifizierung und betrieblicher Praxis.
Über Impulse, Panels und Sessions erschließt der Fachtag zentrale Aspekte eines zeitgemäßen Wissensmanagements:
Culture: Wie etablieren Unternehmen eine offene, lernorientierte Wissenskultur, die Austausch fördert und Silos aufbricht? Im Mittelpunkt stehen hybride Intelligenz – das Zusammenspiel von Mensch und Technik – sowie Räume für Ausprobieren, Eigenständigkeit und Anerkennung.
Innovation: KI wird zur Schnittstelle zwischen implizitem Wissen der Mitarbeitenden und explizitem Wissen in Datenbanken und Systemen. Wie können Agents, Chatbots und smarte Dokumentenmanagementsysteme Lernprozesse unterstützen und automatisieren?
Asset Adminstration Shell: Der Prozessrahmen von Industrie 4.0 eröffnet die Möglichkeit, die Verwaltungsschale um Kompetenzanforderungen zu ergänzen. Technik, Organisation und Qualifizierung können enger verzahnt werden, etwa für Weiterbildung, Wissenstransfer und Ressourcenplanung. Welche Möglichkeiten gibt es?
Change: Veränderungsprozesse und Digitale Transformation gezielt für organisationales Lernen nutzen sowie Qualifizierung und Weiterbildung fördern: Ein aktives Wissensmanagement in Unternehmen entwickelt passende Lernformate, von Seminaren über Mentoring bis zu kollegialem Austausch. Wir diskutieren, was funktioniert.
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Die Zukunft des Wissensmanagements in Industrie4.0