Hannover Messe 2026: Empowering Industrial AI Ecosystems

© Plattform Industrie 4.0

April 2026, Hannover – Der Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 auf der Hannover Messe steht 2026 im Zeichen eines industriepolitischen Aufbruchs. Unter der Leitbotschaft „Empowering Industrial AI Ecosystems“ rückt die Plattform die strategische Bedeutung von Industrial AI für die industrielle Wertschöpfung in den Mittelpunkt. In einem von multiplen Herausforderungen geprägten Umfeld zeigt sie Zukunftsvertrauen in die transformative Kraft von Industrial AI für mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Gemeinsam mit den Initiativen zu Digitaler Infrastruktur (8ra) sowie Datenökosystemen (Manufacturing-X) bildet Industrial AI künftig das zentrale Leitbild – orchestriert von allen Mitgliedsunternehmen unter dem Dach der Plattform Industrie 4.0.

Henrik Schunk, Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0, macht in diesem Zusammenhang deutlich: „Die Plattform Industrie 4.0 hat schon immer visionär gearbeitet. Als zentrales Strategienetzwerk für die Digitale Transformation der Industrie treiben wir seit Jahren Datenökosysteme und Cloud-Edge Infrastrukturen voran: das entscheidende Fundament für Industrial AI. Diese Arbeit bringt uns nun den entscheidenden Vorteil, unsere Fähigkeiten zu aktivieren und aus Deutschland heraus die Zukunft von Industrial AI zu gestalten. Das Ziel ist deshalb klar: Wir führen die Plattform Industrie 4.0 von einer Konzeptionsplattform in eine gemeinsam getragene Umsetzungsinitiative.“

Denn die Industrie in Deutschland sitzt auf einem Datenschatz mit weltweit einzigartigem Potenzial. Wie dieser Schatz gehoben werden kann und welche Schlüssellösungen es dafür braucht, stellt die Plattform nun auf der Hannover Messe vor. Im Zentrum: das Ökosystem aus Souveräner Infrastruktur und Datenökosystemen als Enabler für Industrial AI.

Wirtschaft, Forschung und Politik setzen dafür auf der Hannover Messe im engen Schulterschluss ein klares Zeichen. Den Auftakt bilden am heutigen Montag Bundeskanzler Friedrich Merz und Dr. Roland Busch sowie weitere CEOs, die im Rahmen der Initiative „Made for Germany“ über die zentrale Bedeutung von Industrial AI sprechen. Parallel dazu macht der Stand der Plattform Industrie 4.0 KI-gestützte Anwendungen für Besuchende schon konkret erlebbar: Projekte wie RoX entwickeln die Schnittstellen zwischen Datenökosystemen und Industrial AI, und zeigen dies anhand eines Demonstrators für KI-gestützte Robotersysteme.

Am Messedienstag wird das Thema Industrial AI dann auf dem Leaders’ Dialogue der Plattform Industrie 4.0 mit hochrangigen Beteiligten aus Politik und Wirtschaft vertieft. Sie diskutieren unter der Headline „Empowering Industrial AI“ Leitfragen wie: Wo stehen wir aktuell? Wie sieht ein europäisches KI-Ökosystem aus? Wie skalieren wir Industrial AI und digitale Wertschöpfung – und was braucht es, um Aufbruchstimmung in reale Wirkung zu überführen? Es werden unter anderem miteinander diskutieren: Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Dr. Gunther Kegel (ZVEI e. V.), Cedrik Neike (Siemens), Kathrin Günther (TenneT Germany), Elke Anderl (T-Systems), Dr. Sabine Klauke (Airbus), Dr. Tanja Rückert (Bosch), Christian Klettner (BASF), Stephan Ilaender (STACKIT) sowie Dr. Michael Darms (Mercedes Benz). Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG in Hannover, Dr. Jochen Köckler, freut sich auf rund 500 Teilnehmende und einen spannenden Diskurs: „Der Leaders’ Dialogue ist seit Jahren eines der zentralen Dialogformate für führende EntscheidungsträgerInnen aus Industrie, Wirtschaft und Politik. Auch 2026 zeigt sich: Die diskutierten Themen der Industrie 4.0 prägen die Agenda der gesamten Hannover Messe.“

Die entscheidende Bedeutung des Netzwerks der Plattform Industrie 4.0 unterstreicht der Besuch der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für ein Gespräch mit hochrangigen Industrievertreterinnen und -vertretern am morgigen Dienstag auf dem Gemeinschaftsstand.

Der Manufacturing-X Standbereich präsentiert den Umsetzungsstand souveräner, interoperabler industrieller Datenökosysteme. Was als Vision begann, wird zunehmend Realität, und Demonstratoren zeigen, wie Zusammenarbeit über Branchen- und Ökosystemgrenzen hinweg bereits heute funktioniert. Beispielsweise zeigt ein gemeinsamer Demonstrator der Projekte Semiconductor-X und Decide4ECO erstmals live, wie zwei unabhängige Datenökosysteme nahtlos zusammengeführt werden und der branchenübergreifende Datenaustausch praktisch funktioniert.

Und schließlich präsentiert die 8ra Initiative (europäisches Projekt für eine souveräne digitale Infrastruktur) den aktuellen Umsetzungsstand und zeigt, wo Ergebnisse bereits in der Praxis genutzt werden. Ebenfalls wird die Verknüpfung von 8ra mit dem IPCEI Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) veranschaulicht. Der interaktive 8ra-Zentraldemonstrator (SAP, Siemens, Deutsche Telekom) visualisiert die 8ra-Architektur und das Ökosystem mit verschiedenen Anwendungsfällen.

Die Plattform Industrie 4.0 und ihre Partner präsentieren sich in diesem Jahr in Halle 13, Stand C24. Expertinnen und Experten aus unseren vielfältigen Bereichen und Projekten stehen für den persönlichen Austausch zur Verfügung.

Partner am Stand

8ra Initiative | Aerospace-X | Antrieb 4.0 | ApeiroRA | Catena-X Next | Chem-X | Cofinity-X | Construct-X | Cube-C | Decide4ECO | Ecosystem Mobility | EdgeConnect | energy Data-X | Factory-X | Fluid 4.0 | GoGlobal2 | GREEN-Twin | International Manufacturing-X | Kicks for Edge | nxtAIM | Plattform Material Digital | PoQuaSIA | RoX | SCALE-MX | Semiconductor-X | Smart Systems Hub | SOOFI

Über die Plattform Industrie 4.0 

Die Plattform Industrie 4.0 ist eine dynamische Community von über 300 in Deutschland ansässigen Unternehmen und Organisationen, aus Verbänden, Politik und Wissenschaft mit dem Ziel, die Digitale Transformation zu gestalten. Mit Industrial AI kommt nun ein mächtiger Hebel hinzu, um Wettbewerbsstärke, Souveränität und Resilienz zu sichern. Die Plattform Industrie 4.0 hat sich als Impulsgeber und Katalysator für die Zukunft der Industrie bewährt. Ihre Zusammensetzung und Arbeitsweise sind international einzigartig. Wichtige konkrete Ergebnisse und Empfehlungen wurden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Technik, Recht, Arbeit und Kompetenzentwicklung vorgelegt und von den Stakeholdern in Industrie, Verbänden und Wissenschaft aufgenommen und weiterentwickelt. Zu den zentralen Ergebnissen der Plattform Industrie 4.0 zählen die Entwicklung des Konzepts zur Verwaltungsschale (Asset Administration Shell), auf dessen Basis der Aufbau kooperativ betriebener Datenökosysteme wie Catena-X und Manufacturing-X ermöglicht wurde, sowie der Aufbau wichtiger internationaler Kooperationen mit u. a. Frankreich, den USA, Japan und Korea. Gemeinsam mit den Initiativen zu Digitaler Infrastruktur (8ra) sowie zu Datenökosystemen (Manufacturing-X) bildet Industrial AI künftig das zentrale Leitbild der Plattform Industrie 4.0.