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Beim Netzwerktags im DATA SPACE in Berlin stand das konkrete Handwerkszeug für die deutsche Industrie im Mittelpunkt. Auf Einladung von Kai Garrels, Leiter der Arbeitsgruppe „Referenzarchitektur und Standards“ der Plattform Industrie 4.0, kamen Expertinnen und Experten zusammen, um eThemen zu beleuchten, die viele Unternehmen umtreiben: Wie navigiert man sicher im Spannungsfeld zwischen Industrieller KI, Open Source und technischer Souveränität?
Rainer Sträter führte als Moderator durch einen Tag, der weniger auf klassische Vorträge und mehr auf den direkten Austausch von Argumenten und Erfahrungen setzte. Den offiziellen Startschuss gab Ernst Stöckl-Pukall, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), der in seinen Begrüßungsworten die Relevanz dieser Themen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts unterstrich.
Drei Spannungsfelder, sechs Positionen
Das Herzstück des Vormittags bildeten drei Sessions, die nach einem bewusst gewählten Kontrastprinzip funktionierten: In kurzen, pointierten Pitches wurden teils deutlich konträre Positionen präsentiert, die im Plenum zunächst diskutiert und anschließend in World Cafés ausgearbeitet wurden. Zentrales Ergebnis des Tages: Industriele KI und Open Source sind keine isolierten Baustellen, sondern hängen unmittelbar mit der Frage zusammen, wie souverän deutsche Unternehmen agieren können und in unmittelbarer Zukunft vielleicht sogar müssen.
Industrielle KI: Wohl kaum ein Thema wird derzeit so kontrovers diskutiert, wie Künstliche Intelligenz. Das galt auch für diese Veranstaltung, auf der einige die KI als Retterin der deutschen Wirtschaft sahen, während andere eine nüchterne Sicht an Tag legten und nur inkrementelle Effizienzsteigerungen im einstelligen Prozentbereich sehen.
Im Ergebnis bleibt Industrielle KI (noch) ein unscharfes Thema. Die Arbeitsgruppe will hier weiter bei Detailfragen unterstützen. Als Hauptprojekt wird das IPCEI-AI wirken, dessen Aktivitäten und Ergebnisse aus der Arbeitsgruppe beobachtet und diskutiert werden.
Open Source: Ist Open Source eine wesentliche Optimierung, um technologisch aufzuholen oder in der industriellen Praxis schlicht zu komplex und langfristig nicht durchhaltbar? Hoch her ging es vor allem bei der Diskussion um Implementierungshürden, Lizenzmodelle und Möglichkeiten der nachhaltigen Finanzierung von Open-Source-Projekten. AG-Leiter Garrels zeigt sich überrascht über die eingebrachten Erfahrungen. Die Arbeitsgruppe wird hier weiter thematisch vertiefen.
Souveränität: In dieser Runde rückten konkrete Initiativen in den Fokus. Mit dem Deutschland Stack, dem Sovereign Tech Fund und der Apeiro-Referenzarchitektur wurden Lösungsansätze präsentiert, die technische Eigenständigkeit greifbar machen sollen. Für die Arbeitsgruppe ist digitale Souveränität unbedingt ein Arbeitsthema für die Zukunft.
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Netzwerktag zu Industrieller KI, Open Source und Souveränität
Ausblick: Das Panel zum Abschluss
Den Abschluss bildete eine hochkarätig besetzte Paneldiskussion, in der die Ergebnisse des Tages zusammengeführt wurden. Kai Garrels und die Diskutanten zogen ein Resümee, das die Marschrichtung für die kommenden Monate vorgibt.
„Die Diskussionen auf dem Netzwerktag haben gezeigt, dass Künstliche Intelligenz, Open Source und Digitale Souveränität zu zentralen Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass zwischen dieser Erwartung und der konkreten Umsetzung noch eine Lücke klafft. Die Plattform Industrie 4.0 und die Arbeitsgruppe „Referenzarchitekturen und Standards” werden diese Trends weiter begleiten, und die Rolle von Datenökosystemen und technischen Standards dabei stärken”, fasste Garrels die Stimmung zusammen.
Der Netzwerktag hat gezeigt, dass die Arbeitsgruppe „Referenzarchitektur und Standards“ nicht im luftleeren Raum agiert, sondern die Schmerzpunkte der Industrie direkt adressiert.