Exponat auf Hannover Messe 2025

© Plattform Industrie 4.0

Datenökosysteme sind das Thema der Stunde. Gleich acht der aktuell im Manufacturing-X-Förderprogramm befindlichen Projekte präsentierten ihre Überlegungen zu spezifischen Datenökosystemen am Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0, zusammen mit weiteren Datenrauminitiativen.

Das Interesse war breit, der Zuspruch in Hannover entsprechend: Vertreterinnen und Vertreter mittelständischer Unternehmen interessierten sich genauso für die Möglichkeit zur Teilnahme an Datenökosystemen wie Delegationen aus Asien, Tunesien und Italien. Besonders im Fokus stehen eine schnelle und einfach Anwendbarkeit sowie niedrige Eintrittsbarrieren.­­­­­

Wie funktionieren Datenökosysteme?

Darüber, dass die schnelle Einbindung des Mittelstands auch in der Breite erfolgen muss, um Datenökosysteme als zentral in der Industrie zu verankern, besteht Einigkeit. Ein Panel um Next-Level-Mittelstand-Initiator Henrik Schunk diskutierte im Rahmen der Hannover Messe zum Stand der Skalierung, welche noch bestehenden Hürden es gibt und wie Großindustrie und Mittelstand diese im engen Schulterschluss überwinden sollten, um Deutschlands Industrie zukunftsfähig zu halten.

Leaders' Dialogue

Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europa stand auch beim traditionell am Messe-Dienstag stattfindenden Leaders' Dialogue im Fokus. Hochkarätig besetzte Panels um Bundesminister Habeck, Staatssekretärin Claudia Müller (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Peter Leibinger (Präsident BDI), Philipp Jennings (Stellvertretender Wissenschafts- und Industrieminister Kanadas), Valentino Valentini (Stellvertretender Minister für Unternehmen, Italien), Tanja Rückert (Bosch), Cedrik Neike (Siemens), Dr. Christine Knackfuß-Nikolic (T-Systems), Bernd Wagner (Stackit/Schwarz Digits), Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka (Fraunhofer Gesellschaft) und Dr. Yasser Jadidi (Aleph Alpha Research) diskutierten zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas. Es ist notwendig durch weniger Regulatorik und Dezentralität die vorherrschende Risikoaversion der Industrie wieder in eine mutige Haltung zu wandeln. Denn es gehe jetzt mehr denn je um das Erlangen digitaler Souveränität als unverzichtbaren Baustein einer digitalisierten Industrie und deren zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.

Industrievertreterinnen und -vertreter waren sich einig in der Einschätzung, dass mit den intensiven politischen Bemühungen um Manufacturing-X hier bereits ein entscheidender Grundstein gelegt sei und es nun gelte, in den Aktivitäten nicht nachzulassen.

Regulatorik als Chance?

EU-Regulatorik als Chance für das Geschäft zu begreifen, dafür warb eine Diskussionsrunde zum digitalen Produktpass (DPP) unter Teilnahme von Silke Obst (EU Kommission).

Fazit der äußerst lebhaften Diskussion auf der Konferenzbühne: Die konzeptionelle Idee des DPP ist unstrittig und seine Vorteile liegen klar auf der Hand. An den für eine erfolgreiche Umsetzung notwendigen Standards müsse man sich nun idealerweise noch im laufenden Jahr gemeinsam abarbeiten.

Diskussionsrunde zum digtalen Produktpass

Diskussionrunde zum digitalen Produktpass (DPP) auf der Hannover Messe 2025

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Überdies bereicherten die Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0 auch in diesem Jahr die Konferenzbühne der Hannover Messe mit zahlreichen Beiträgen und Einblicken in ihre Arbeit: Berechnungen zum monetären Wertschöpfungsbeitrag von Datenräumen, digitale Identitäten mit dem eDIAS2.0-Standard, mögliche Spannungsverhältnisse zwischen Ausrüstern, Betreibern und Regulatoren bei der Anwendung von Datenräumen waren genauso Thema wie nachhaltiges Wissensmanagement im Unternehmen oder die digitale Transformation des Mittelstandes.