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Industrial Metaverse, Verwaltungsschale in der Praxis, Datenökosysteme, digitale Souveränität, regulatorische Rahmen für KI in der Industrie 4.0
Einleitung
Am 19. November 2024 traf sich die Community der Plattform Industrie 4.0 zur jährlichen Netzwerk-Klausur, um aktuelle Themen der digitalen Transformation in der Industrie zu diskutieren. Bereits am Vortag lud die Arbeitsgruppe Rechtliche Rahmenbedingungen zum Fachtag „EU-Regulierung“ ein, die Initiative Next Level Mittelstand (NLM) zu ihrem ersten Mittelstandstag.
In der Stuttgarter ARENA2036 trafen sich im November 2024 gut 130 Mitglieder der Industrie-4.0-Community zum Austausch über aktuelle Themen.
Als Netzwerk der Netzwerke vereint die Plattform Industrie 4.0 zahlreiche Gremien, Initiativen und Interessen in der Diskussion der digitalen Transformation der Industrie. Einmal im Jahr trifft sich die aus mehreren Hundert Akteurinnen und Akteuren bestehende Community zum Austausch. In elf Arbeits-Sessions plus Paneldiskussion wurden in der Stuttgart ARENA2036 dieses Mal neben zukunftsweisenden Themen auch innovative Ansätze und verschiedene Herangehensweisen an die aktuellen Herausforderungen in der Industrie 4.0 behandelt. Dabei prägten vor allem praktische Fragen bei der Umsetzung und Skalierung von Datenökosystemen die Agenda: Wie kann der Austausch zwischen den unterschiedlichen MX-Förderprojekten und mit der Plattform Industrie 4.0 gewinnbringend organisiert werden? Welche Erfahrungen bei Betrieb und Nutzung eines Datenraumes sammeln Beteiligte im „AAS for Everybody“ und was bedeuten sie für die unternehmerische Praxis? Was kann die Industrie von Cofinity-X, das als Joint Venture der Automobilindustrie einen offenen Marktplatz für Catena-X-Anwendungen betreibt, lernen? Wie gelingt es, den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Industrie an die Datenraumentwicklungen anzuschließen? Und wie können Industrial Metaverse und Datenökosysteme zusammenspielen?
Damit Datenräume in der Breite erfolgreich sind und eine tragfähige Antwort für die zahlreichen parallel verlaufenden Krisen ausgesetzte Industrie und deren Wertschöpfungssysteme darstellen, ist die Beteiligung der mittelständischen Industrie unverzichtbar. Deshalb appellierte Henrik Schunk, Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 und Begründer der Initiative Next Level Mittelstand an Mittelständler, selbst digitale Kompetenz auf- und auszubauen.
Die Ausrichtung des ersten Mittelstandstages unter dem Motto „Auf dem Weg zum digitalen Champion 2030“ am Vortag zur Netzwerk-Klausur unterstreicht diese Forderung. Aus den knapp 60 angemeldeten Teilnehmenden wurden am Ende mehr als 80 Interessierte, die seiner Einladung folgten. Nach einer anfänglichen Vorstellung der Vision hinter der Initiative NLM, gleichgesinnte Mittelständler, Start-ups und IT-Experten zusammenzubringen, um den praxisorientierten Wissenstransfer für das erfolgreiche Umsetzen digitaler Strategien im Mittelstand voranzutreiben und damit die Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter zu stärken, ging es für alle Teilnehmenden in verschiedenen Workshops zu unterschiedlichen Fragen weiter.
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Rückblick auf den Mittelstandstag 2024: Auf dem Weg zum digitalen Champion 2030
Erster Mittelstandstag der Initiative Next Level Mittelstand am 18.11.2024 in der ARENA2036 in Stuttgart.
Als Ergebnis der sehr stark praktisch ausgerichteten Veranstaltung entstanden mit den Themenfeldern Smart Production, Digitaler Produktpass (DPP) Basis und Master Data Management drei Vorschläge für mögliche neue Workstreams, in denen sich Teilnehmende der Initiative einbringen, um praxistaugliche „ready-to-use“-Lösungen für mittelständische Bedürfnisse zu entwickeln.
Noch vor Ablauf des Jahres wird NLM in einem weiteren Arbeitstreffen die Ergebnisse reflektieren, die notwendigen nächsten Schritte unternehmen und darüber hinaus die Gründung einer Gesellschaft voranbringen, die künftig alle Aktivitäten der NLM koordinieren soll.
Zukunftsthemen: Industrial Metaverse, Zusammenarbeit mit MX-Projekten und KI in der Industrie 4.0
Bei allem Austausch um die etablierten Themen bot die Netzwerk-Klausur erneut Platz zur gemeinsamen Arbeit an neuen Fragen für die Plattform Industrie 4.0. Welche Bedeutung das Industrial Metaverse für die Arbeit der Plattform haben kann, erörterten die Teilnehmenden in einem Workshop. Andere Arbeits-Sessions befassten sich mit einer guten Organisation des Austauschs zu den Förderprojekten oder nahmen Optionen für einen rechtssicheren Einsatz von KI und LLM (Large Language Models) in der Industrie 4.0 in den Fokus.
EU-Regulatorik und Datenökosysteme
Im ebenfalls im Kontext der Netzwerk-Klausur stattfindenden Fachtag der Arbeitsgruppe Rechtliche Rahmenbedingungen diskutierten knapp 90 Teilnehmende die Auswirkungen aktueller und anstehender EU-Regulation auf Unternehmen, insbesondere bei der Umsetzung von Datenökosystemen.
Auf dem Fachtag diskutieren Ted Kroke (Juricity), Dr. Christine Payer (Dürr AG) und Dr. Arun Kapoor (Noerr) zu EU-Regulierungen und den Einfluss auf Industrie 4.0
Dr. Christine Payer, Co-Arbeitsgruppenleiterin der AG Rechtliche Rahmenbedingungen der Industrie 4.0, führte durch den Tag, der Impulse und Workshops zu Fragen unter anderem des Data Acts, AI Acts und der Produkthaftung bot. Dr. Malte Beyer-Katzenberger, mitverantwortlicher Kopf bei der Europäischen Kommission in der Erarbeitung des Data Acts, betonte den guten Austausch im Rahmen des Fachtages und kündigte an, diesen auch zukünftig aufrechterhalten zu wollen.
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EU-Regulatorik: Lücken schließen, Chancen erkennen
Fachtag der Arbeitsgruppe Rechtliche Rahenbedingungen
Zusammenfassend bot die Netzwerk-Klausur der Plattform Industrie 4.0 viel Raum, um die zahlreichen bestehenden Themen von der Verwaltungsschale über regulatorische Vorgaben bis hin zur digitalen Souveränität zu vertiefen. Die Diskussion sei nach langen Jahren mittlerweile sehr groß und vielfältig geworden, resümiert Stöckl-Pukall und richtet damit den Blick bereits gen Hannover Messe 2025, auf der die Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit zahlreichen Partnern aktuelle Entwicklungen vorstellen wird.