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Scaling. Together. International. Unter diesem Motto kamen am 23. April über 350 Gäste auf der Hannover Messe zusammen. Sie erlebten ein hochkarätiges Panel im Austausch zur praktischen Umsetzung von industriellen Datenökosystemen und der internationalen Initiative Manufacturing-X. Darunter waren Bundesminister Dr. Robert Habeck, Staatssekretärin Prof. Dr. Sabine Döring und die österreichische Bundesministerin Leonore Gewessler.
Diskutierten beim Leaders' Dialogue 2024: Österreichs Klimaministerin Leonore Gewessler, Henrik Schunk und Bundesminister Robert Habeck
Der diesjährige Leaders’ Dialogue drehte sich um die Internationalisierung von Manufacturing-X. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Industrie die aktuellen Herausforderungen der Digitalen Transformation nur im länderübergreifenden Schulterschluss stemmen kann.
Dr. Robert Habeck (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz): „Man muss sagen, dass der Aufbau von Industrie 4.0 und Manufacturing-X sehr gut vorangeht“. Er ergänzte jedoch: „Es ist viel zu tun. […] Wir müssen sehen, dass wir sowohl das Kapital als auch die Regulatorik im internationalen Rahmen wettbewerbsfähig machen.“
Wettbewerb, Nachhaltigkeit und Resilienz
Neben langfristiger Wettbewerbsstärke ermöglicht die digitale Transformation auch Nachhaltigkeit und Resilienz. Dazu sagte Leonore Gewessler (Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Österreich): "Wir wollen, dass europäische Unternehmen in der grünen und digitalen Transformation Vorbilder und Wegbereiter sind. […] Da ist Manufacturing-X ein globaler Leuchtturm, wie das funktionieren kann. Die gemeinsame Nutzung und der gemeinsame Austausch von Daten sind hier ausschlaggebend.“ Sie nannte den Digitalen Produktpass als Use Case, mit dem Manufacturing-X aufzeigt, wie ein gleichberechtigtes Zusammenarbeiten funktioniert.
Smarte und vernetzte Industrie
Die Wichtigkeit von Kooperation hob auch BDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm hervor: „Es kommt extrem darauf an, dass wir in unseren Netzwerken smarter arbeiten – in Industrie und Forschung, aber auch in der Regulierung.“ Er fügte hinzu: „Wir müssen den Kundennutzen steigern und von den Rahmenbedingungen her müssen wir so stark fördern, wie wir regulieren.“ Expertise, Technologien und das passende Mindset seien unabdingbar, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Leaders‘ Dialogue 2024
Datenbasierte Geschäftsmodelle und Künstliche Intelligenz
Passend zum Thema diskutierten weitere hochrangige und internationale Podiumsgäste, u. a. Cedrik Neike (Vorstand und CEO Digital Industries, Siemens AG), Henrik Schunk (Vorsitzender des Verwaltungsrats, SCHUNK GmbH), Roland Lescure (Beigeordneter Minister für Industrie, Frankreich) und Prof. Dr. Geoffrey Parker (Dartmouth College, USA).
John Dyck (CEO bei CESMII, USA), Oliver Koeth (CTO, NTT DATA) und Kwang-Hyun An (Präsident Korea Smart Manufacturing Office (KOSMO)) betonten die Schaffung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle und die damit verbundene Bedeutung internationaler Kooperation.
Dr. Barbara Frei (Mitglied der Geschäftsführung, Schneider Electric), Jürgen Westermeier (CPO Airbus) und Helena Most (CEO und Gründerin resourcly) sprachen über die vielfältigen Ansatzpunkte, wie digitale Ökosysteme in der Industrie resiliente Lieferketten stärken und Nachhaltigkeitsziele unterstützen können.
Wie die Entwicklung Künstlicher Intelligenz die Zukunft der Datenökonomie beeinflussen wird, arbeiteten EU-Kommissionsvertreterin Malgorzata Nikowska und die Professoren Geoffrey Parker und Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS) in ihren Beiträgen heraus.
Eine praktische Perspektive zeigten abschließend Georg Kube (Head of Industry Data Systems, SAP), Oliver Ganser (Vice President Digitalisierung, Governance und Catena-X, BMW Group) und Georg List (Vice President Corporate strategy, AVL List). Sie machten die praktische Relevanz digitaler Ökosystemen klar und demonstrierten, wie sie für die Industrie bereits realisiert werden.