Veranstaltung Pitchday 22

© Plattform Industrie 4.0

Im Zeitalter der Digitalisierung hängt die datenbasierte Wertschöpfung von globalen Datenräumen ab, die Datenhoheit, -Sicherheit und -Integrität gewährleisten. Der „Datenraum Industrie 4.0“ befindet sich in der Entwicklung. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen den beteiligten Akteuren ist nötig. Der Pitchday legte dafür einen wichtigen Grundstein. Das betonten auch die Eröffnungsreden:

  • Ernst Stöckl-Pukall, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, stellte das starke deutsche Netzwerk heraus. Er sah viel Potenzial, das Wissen des Netzwerks zu bündeln.
  • Dies hat eine wichtige Aufgabe, wie Jurymitglied Susanne Dehmel vom Bitkom e.V. in ihrer Keynote hervorhob: „Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen braucht es für effiziente Modelle, in denen dieser Datenaustausch stattfinden kann?“. In der Plattform Industrie 4.0 wurden bereits wichtige technische und rechtliche Grundlagen, wie beispielsweise die Verwaltungsschale, geschaffen. Nun müssen diese transferiert werden.
  • Hartmut Rauen, Geschäftsführer vom gastgebenden VDMA, sah im Pitchday die Möglichkeit Gaia-X weiter mit Inhalten zu füllen. Zugleich blickte er nach vorn und ist überzeugt, dass sich mit Manufacturing-X eine einmalige Gelegenheit für die deutsche/europäische Industrie ergibt, den Wettstreit, um die neue IIoT-Welt zu bestimmen.

Das Publikum (vor Ort und online) konnte während der gesamten Veranstaltung Punkte für die gehörten Pitches vergeben. Die Rückmeldungen waren eindeutig positiv. Die Jury bestand aus Susanne Dehmel (Bitkom e.V./ Gaia-X), Thomas Hahn (Sherpa Plattform Industrie 4.0/ Gaia-X), Klaus Bauer (Forschungsbeirat Plattform Industrie 4.0 + Mitglied der AG 6), Matthias Bölke (IDTA), Günther Koschnik (ZVEI) und Svenja Falk (Leitung AG 6 Plattform Industrie 4.0). Sie bestätigten drei Projekte, die auf besonderes Gehör stießen:

Die Pitches „Industrie 4.0 Recht-Testbed“, „SmartMa-X – Ein Use Case aus der Produktion“ sowie „Open Source für die Logistik - Open Logistics Foundation“ konnten nochmals vor allen Teilnehmenden pitchen und ihren Entwicklungsstand sowie ihre Visionen mit der Jury diskutieren.

Das Besondere an diesem Tag war das unternehmens- und organisationsübergreifende gemeinsame Lernen. Die verschiedenen Pitches boten eine gute Möglichkeit, den Status quo zu sehen: wo die Entwicklung des „Datenraums Industrie 4.0“ mit den vielen beitragenden Projekten und Initiativen steht, woran derzeit gearbeitet wird und wie viel Potenzial in der Community steckt.

Der Pitchday bekam große Aufmerksamkeit in der Community: Über 200 Personen aus der Industrie 4.0-Community hatten sich für den Livestream angemeldet und die Veranstaltung virtuell mitverfolgt, knapp 60 Teilnehmende waren vor Ort zur Vernetzung.