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Unzählige strahlende Gesichter live und in Farbe, hochrangiger Besuch aus dem In- und Ausland, Exponate zum Ausprobieren und mehr als zehn Veranstaltungen auf den Messe- und Standbühnen: Vom 30. Mai bis 2. Juni drehte sich auf der Hannover Messe vieles um das persönliche Wiedersehen, angeregte Gespräche und: um die Ergebnisse der Plattform Industrie 4.0 und ihrer Partner. Zentrale Themen: Nachhaltigkeit, Resilienz und Wettbewerbsstärke.
Am Messestand begrüßten wir zwischenzeitlich zahlreiche Delegationen: So kamen uns Entsandte aus Australien, dem Iran, aus Tunesien und Korea besuchen, um die Plattform Industrie 4.0 und Partner näher kennenzulernen. Bei Standrundgängen ließen sich neben dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner, auch etwa Engelbert Beyer, Unterabteilungsleiter im Bundesforschungsministerium und Bernhard Kluttig, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, herumführen und die neuesten Erfolge und Exponate genau erklären.
Leaders’ Dialogue
Eine der insgesamt 13 Veranstaltungen der Plattform Industrie 4.0 und ihrer Partner auf der Hannover Messe und Highlight am Messedienstag war der dreiteilige Leaders` Dialogue „Beyond Crisis – With new forms of collaboration towards a digitalized, resilient and sustainable industry". Die Veranstaltung brachte u.a. Beiträge von Wirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, EU-Kommissar Thierry Breton und Dr. Frank Possel-Dölken (CDO bei Phoenix Contact und Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0) auf der Main Stage zusammen.
Im ersten Teil der Veranstaltung ging es darum, wie die digitale Transformation unter den aktuellen Herausforderungen gelingen kann: Industrie und Wirtschaft stehen derzeit aufgrund der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und geopolitischen Spannungen unter enormem Druck. Globale Lieferketten weisen in diesem Zusammenhang eine hohe Vulnerabilität auf. Die Digitalisierung entlang der Lieferketten und der Aufbau von Datenräumen können hier Milderung schaffen. Im zweiten Panel des Dialogs stand im Mittelpunkt, dass die Potenziale einer klimaneutralen und zirkulären Wirtschaft für eine digitalisierte und wettbewerbsfähige Industrie in Europa nur gehoben werden können, wenn Industrie und Politik zur schnellen Umsetzung zusammenkommen. Es wurde erörtert, wie die Programme der Europäischen Union (z. B. Green Deal, IPCEI-CIS, Horizon Europe, Digital Europe Program) darauf eingehen und wie wir in der aktuellen Krise kurzfristige Bedürfnisse bedienen können, ohne mittelfristige Ziele zu vernachlässigen. Wichtiges Thema in diesem Zusammenhang: Welche Rolle können Datenräume spielen?
In Part 3 wurde deutlich: Zahlreiche Allianzen arbeiten bereits daran, die Herausforderungen zu bewältigen und mit Hilfe von Datenräumen neue Möglichkeiten zu schaffen. Anhand konkreter Beispiele innovativer Unternehmen hat sich das Panel u.a. die Organisationsstrukturen der Kooperationspartner genauer angeschaut und ist der Frage nachgegangen, welches Verhältnis zwischen Open-Source und proprietären Elementen besteht. Und: Was der tatsächliche Mehrwert für die verschiedenen Teilnehmer von Datenräumen ist.
Eindrücke von der Hannover Messe 2022
zugeschaltet: Claudia Nemat (Vorstandsmitglied der Telekom) | Bühne v.l.n.r.: Carmen Hentschel (Moderatorin), Dr. Franziska Brantner (Parlamentarische Staatssekretärin Bundeswirtschaftsministerium), Iris Plöger (Mitglied der Geschäftsführung des BDI)
zugeschaltet: v.l.n.r.: Dr. Jörg Unger (Senior Vizepräsident BASF), Prof. Dr. Dirk Messner (Umweltbundesamt Präsident) | Bühne v.l.n.r.: Carmen Hentschel (Moderatorin), Peter Potman (Stellvertretender Generaldirektor im Auswärtigen Amt Niederlande), Rada Rodriguez (ZVEI Vizepräsidentin und CEO bei Signify), Dr. Stefan Aßmann (Business CDO bei Bosch Industrietechnik)
zugeschaltet: v.l.n.r.: Thomas Hahn (Mitglied im Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0), Cristina De Berardinis (Leiterin der Abteilung Industriepolitik bei Confindustria) | Bühne v.l.n.r.: Carmen Hentschel (Moderatorin), Jean-Marie Danjou (Managing Director bei Alliance Industrie du Futur) und Peter van Harten (Botschafter des Smart Industry Program Netherlands)
Auch das Panel „Mit der Verwaltungsschale und digitalen Anwendungen auf dem Weg zum Product Carbon Footprint“ auf der Conference Stage kam bei den Besucherinnen und Besuchern gut an. Das Video zum Panel können Sie sich in Kürze an dieser Stelle anschauen.
Kabelsalat an der Wand? Am ARENA2036-Demonstrator gabs Kabelkanäle eines kompletten Autos zu entdecken: Mithilfe des Einsatzes der Verwaltungsschale können Kabelfehler lokalisiert und gezielt behoben werden – ohne die gesamten Kabel ausbauen zu müssen.
Am gemeinsamen Demonstrator von LNI 4.0, Kosmo, der Fa. Nestfield aus Korea und dem Mittelstand-Digital Zentrum Hannover wurden Kugelschreiber automatisiert graviert. Das Besondere: Der Kugelschreiber konnte selbstständig über seine Verwaltungsschale den nächsten Produktionsschritt ausschreiben.
Am Viewer des US-deutschen Demonstrators zu Interoperabilität konnten die Besucherinnen und Besucher die Monitoring-Ergebnisse von CO2-Emissionsdaten von Assets während eines Produktionsprozesses einsehen. Sie werden digital zusammengeführt und über offene und standardisierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt.
Der Verwaltungsschale vernetzt - Demonstrator stellte dar, wie mithilfe von Verwaltungsschalen smarte Fabriken und Maschinen Teil zukünftiger digitaler I4.0-Ökosysteme werden.
v.l.n.r.: Daniel Senff (Moderator, Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0), Michael Jochem (Robert Bosch GmbH / AG 3), Julia Görlitz (IG Metall / AG 5), Dr. Svenja Falk (Accenture / AG 6), Dr. Hans-Jürgen Schlinkert (ThyssenKrupp / AG 4), Kai Garrels (ABB STOTZ-KONTAKT GmbH / AG 1) und Johannes Kalhoff (Phoenix Contact / AG 2