Prof. Dr. Peter Post, Festo SE & Co. KG Bild vergrößern: Prof. Dr. Peter Post, Festo SE & Co. KG

© Festo SE & Co. KG

Prof. Dr. Peter Post, Festo SE & Co. KG, Leiter der Task Force Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit in der Plattform Industrie 4.0, gibt einen Einblick, wie Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit zusammenwirken.

Welchen Beitrag leistet Industrie 4.0 für ökologische Nachhaltigkeit?

Ohne Digitalisierung wird die Industrie die Klimaziele nicht erreichen. Schon heute reduzieren Industrieunternehmen ihren Ressourcen- und Energieverbrauch mithilfe smarter Datenauswertung. Industrie 4.0-Innovationen, wie der Industrial Digital Twin, bilden den gesamten Produktlebenszyklus ab: von der Dokumentation der Rohstoffe und Ressourcen bis zum smarten Recycling am Lebensende des Produkts.

Welche Potenziale lassen sich bei dem Thema noch ausschöpfen?

Es ist ein Thema mit viel Innovationsbedarf. Der Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg ist eine Voraussetzung, dass Nachhaltigkeitspotenziale in der gesamten Lieferkette sichtbar werden. Datenmarktplätze werden zu den Enablern von Nachhaltigkeit. Zum anderen brauchen wir den Gründergeist in der Industrie für die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen, die nachhaltiges Wirtschaften forcieren.

Welchen Beitrag leistet die Plattform Industrie 4.0 zu dem Thema?

In der Plattform Industrie 4.0 haben wir zukünftige Entwicklungspfade nachhaltiger digitaler Produktion erarbeitet. Jetzt schauen wir, wie es gelingt, diese Pfade Realität werden zu lassen. Einen ersten Schwerpunkt findet man in zehn Thesen zu digitalen Geschäftsmodellen und Nachhaltigkeit. Wir vernetzen in einer Task Force Akteure aus Industrie, Forschung und dem Bereich Umwelt. Dort diskutieren wir, wie Industrie 4.0-Technologien einen zentralen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten können.

Dieses Interview sowie viele weitere spannende Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie in der FAZ-Beilage GREEN FUTURE - Wege in eine nachhaltigere Welt.