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Seitdem zog die Roadshow zwölf Mal als Kooperationsprojekt der Plattform Industrie 4.0 und bisher insgesamt 16 Industrie- und Handelskammern (IHKs) durch ganz Deutschland, um vor allem kleinen und mittleren Betrieben in den Regionen das erforderliche Know-how besser zugänglich zu machen. Etwa 700 Interessierte nutzten das Angebot, auch um sich mit Expertinnen und Experten vor Ort rund um das Thema Industrie 4.0 auszutauschen. Ein guter Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen – und einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Am 17. Februar luden die Organisatoren Vertreterinnen und Vertreter von IHKs, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ins Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Bei der Veranstaltung „Industrie 4.0 an den Mittelstand bringen“ nahmen rund 100 Interessierte teil, um die Unterstützungsansätze, Initiativen und Programme zu beleuchten, die in den vergangenen Monaten entstanden sind und sich bewährt haben.
In einer Keynote stellte Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, die Arbeit und das bisher Erreichte der Plattform Industrie 4.0 vor. Er resümierte, dass mittlerweile über 300 Akteure aus 159 Organisationen ehrenamtlich in den Gremien und Arbeitsgruppen der Plattform mitarbeiten. Sie sind es, die viele Stellhebel in Bewegung gesetzt haben, um die Digitalisierung der industriellen Produktion voranzubringen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Gleichzeitig betonte Machnig die Notwendigkeit, Industrie 4.0 nachhaltig in die Breite derer zu tragen, die nicht zu den „first movern“ gehören. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssten auch weiterhin auf ihrem Weg unterstützt werden. Er kündigte an, dass die erfolgreiche und viel besuchte Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0@Mittelstand“ als ein zentraler Baustein in diesem Jahr weitergeführt wird.
Im Rahmen des Impulsvortrags von Laura Schorb und Anke Riechers erfuhren die Teilnehmenden mehr über das Labs Network Industrie 4.0. KMU können sich an den Verein wenden, um in bestehenden Testzentren und -umgebungen neue Technologien risikofrei zu testen. Der Verein entwickelt mit Partnern Testszenarien, wie etwa den Aufbau einer flexiblen Montagelinie für das Startup-Projekt kickTrike. Bei kleinen Stückzahlen und sich ständig ändernden Produkten entsteht derzeit ein wesentlicher Aufwand, Technologien wie etwa Steuerungs-Software, Sensorik und Robotik zu implementieren und ständig zu aktualisieren. Diese Barrieren werden im Rahmen des Projekts analysiert und bewertet. Ziel ist es, den Industrieunternehmen den Einstieg durch verbesserte Produkte der Technologieanbieter zu erleichtern und schließlich die Produktionsabläufe zu optimieren.
Auch die Leiterin des Mitteltand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin, Alexandra Horn, war vor Ort und stellte die Angebote des regionalen Netzwerks vor. Neben Veranstaltungen, Workshops und Trainings begleitet das Kompetenzzentrum Firmen konkret bei der Einführung digitaler Lösungen, ob in den Bereichen Marketing, vernetzte Produktion, Organisation oder Geschäftsmodellentwicklung.
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über Unterstützungsangebote zu Industrie 4.0.
Die geladenen Expertinnen und Experten gaben spannende Impulse für die anschließende Podiumsdiskussion. (v.l.n.r.: Anke Riechers/Labs Network Industrie 4.0, Markus Wozniak-Mauersberger/kickTrike GmbH, Christoph Neuberg/IHK Chemnitz, Alexandra Horn/Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin und Dr. Julia Kropf/Moderatorin)