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Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?
Im Hinblick auf die wachsende Vernetzung, die steigende Datenflut und das immer stärkere Bedürfnis der Verbraucher nach Information und Transparenz sind maximale Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten für den Handel unumgänglich. Gleichzeitig sind entsprechende Entwicklungen und Anpassungen auf ein Minimum zu reduzieren. Daraus resultieren steigende Anforderungen an die komplette IT und Software.
Für Bizerba bietet das RetailApp-Konzept die Möglichkeit, nicht mehr die Standardsoftware RetailPowerScale zu erweitern, sondern spezifische Marktanforderungen und Kundenanfragen in eigenen Applikationen zu entwickeln. Konkreter Vorteil hiervon sind ein geringerer Entwicklungs- und Testaufwand. Zudem können durch ein weltweit vernetztes Entwicklerteam Synergieeffekte erzielt werden, da gleiche Lösungen nicht mehr mehrmals unabhängig voneinander entwickelt werden.
Das RetailApp Konzept basiert auf einer Trennung von Standard- und Projektentwicklung losgelöst von den herkömmlichen Standardfreigabezyklen. Die Entwicklung der modularen RetailApps ermöglicht es Händlern zeitnah und flexibel auf schnellwechselnde Trends und Marktanforderungen wie das steigende Gesundheitsbewusstsein, den Umgang mit einer stetig wachsenden Datenmenge (Big Data) oder die voranschreitende Vernetzung zu reagieren. Wachsende gesetzliche Anforderung an die Lebensmittelkennzeichnung und das Herkunftsdatenmanagement können beispielsweise mit den RetailApps IngredientManager und TraceListing einfach und effizient bewältigt werden.
Die Kombination aus modularer RetailApp-Architektur und flexiblen Freigabezyklen spiegelt sich für die Händler in verkürzten Integrationszeiten und einem geringen Implementierungsaufwand wider.
Die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten der RetailApps erlauben eine kundenspezifische Anpassung und garantieren die kontinuierliche Weiterentwicklung des RetailApp-Portfolios, was einen klaren Investitionsschutz darstellt.
Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?
Seit 2013 gewährleistet das RetailApp-Konzept den kontinuierlichen Austausch mit Markt und Kunde. RetailApps sind in sich geschlossene Lösungs- bzw. Funktionseinheiten, die über eine Schnittstelle mittels der offenen Systemarchitektur an die standardisierte Waagensoftware RetailPowerScale andocken. Die modulare Architektur ermöglicht eine einfache und zeitnahe Umsetzung von Erweiterungen von der Idee bis zur Realisierung auf der Waage. Exakt skalierbar in der benötigten Funktionalität. Die Vorteile: Kosten senken mit modularen Standards. RetailApps werden zentral bereitgesellt, sind sofort verfügbar und einsatzbereit. Durch die weltweite Vernetzung bei der Entwicklung wächst das Angebot an RetailApps stetig an. Datenmengen werden gesammelt und zentral gespeichert, so dass der Kunde diese abrufen kann. Dies bietet eine hohe Transparenz der Produkte.
Was konnte erreicht werden?
Das RetailApp-Konzept ermöglicht Händlern mit frischen, neuen Ideen auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren. Die Entzerrung von Standard- und Projektentwicklung ermöglicht eine schnelle Reaktionszeit auf Markt- und Kundenanforderungen und gewährleistet Modernität und Investitionsschutz. Waagensysteme bleiben während ihres Lebenszyklus in ihrer Funktionalität flexibel.
Das RetailApp-Konzept erzielt Begeisterung für Software im Vertrieb und beim Händler: RetailApps umfassen meist eine spezifische Funktion, die leicht verständlich ist und einfach demonstriert werden kann. Durch ihre attraktiven und modularen Zusatzfunktionen unterstützen sie den Verkauf von Software und machen den Mehrwert von Software sichtbar. Seit 2013 wurden bereits 22 RetailApps freigegeben.
Was können andere davon lernen?
Das operative Geschäft sollte nicht außer Acht gelassen werden. Das RetailApp-Konzept bietet Bizerba und Händlern die Möglichkeit, schnell auf aktuelle Marktanforderungen zu reagieren und unbegrenzte Flexibilität. Dies dient als Investitionsschutz und Entlastung bei komplexen Entscheidungen. Dennoch sollte der Markt gleichzeitig nicht mit zu vielen Neuheiten überflutetet bzw. überfordert werden.