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Welche Ziele wurden mit der Industrie 4.0-Lösung verfolgt?
Anstoß für die Entwicklung der Industrie 4.0-Lösung war die Anforderung eines Kunden aus dem Hightech-Maschinenbau, welches die Ramp-Up Phase einer neuen Produktionsanlage datengetrieben optimieren wollte. Davon ausgehend wurden die IIoT Building Blocks mit der Zielsetzung entwickelt, dem Maschinenbau und der produzierenden Industrie Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit welchen aus Daten gelernt werden kann. Dabei sollte der wenig wertschöpfende Prozess der Datenerfassung so schnell und einfach wie möglich zu bewerkstelligen sein, damit der Fokus auf der Datenanalyse sowie vor allem auf dem Training von passenden Machine Learning Modellen liegen kann. So sollten datenbasierte Optimierungen von (Produktions-)Prozessen und Produktqualitäten ermöglicht werden.
Zu welchen Ergebnissen hat die Industrie 4.0-Lösung geführt? Was wurde konkret erreicht?
Durch den Einsatz der IIoT Building Blocks, insbesondere durch den Data Collector konnte der Hightech-Maschinenbauer die Ramp-Up Phase deutlich beschleunigen und effizienter gestalten. Alle Maschinen sind von Beginn an vernetzt und liefern Daten, die in (fast) Steuerungsechtzeit in eine passende Datenbank geschrieben und vereinheitlicht werden. Auf individualisierten Dashboards sehen die Inbetriebnahme-Teams unmittelbar die Ergebnisse von Testläufen und können sofort auf Fehler reagieren. In der laufenden Produktion profitiert zum einen der Maschinenbauer, der mit den granularen Auswertungen sein Produktportfolio optimieren kann. Zum anderen kann das Kundenunternehmen die Datenanalysen für Anwendungsfälle wie Predictive Maintenance nutzen.
Welche Methoden wurden eingesetzt und wie lassen sie sich beschreiben?
Während des gesamten Entwicklungsprozesses wurde auf eine agile, iterative Vorgehensweise geachtet. So standen jeweils schnell testbare Ergebnisse zur Verfügung, die umgehend mit dem Kunden evaluiert werden konnten. Beginnend mit einem vergleichsweise geringen Funktionsumfang wurde die Lösung kontinuierlich um neue Features erweitert.
Wie wurde die Umsetzung der Industrie 4.0-Lösung begleitet?
Ein klarer Vorteil bei der Entwicklung der IIoT Building Blocks war die enge Kooperation mit einem Kunden aus dem Sondermaschinenbau. Die Anforderungen ergaben sich demnach aus konkreten Anwendungsfällen, wodurch sichergestellt war, dass die entwickelte Lösung existierende Probleme löst. Zudem konnten neue Features unmittelbar in die Praxis überführt werden, was die Entwicklungsgeschwindigkeit enorm beschleunigte. So stellte sich heraus, dass die optimale Lösung aus einer Kombination von selbst entwickelten Softwarekomponenten und frei verfügbaren Open-Source Technologien besteht.
Was ist das Highlight Ihrer Anwendung?
"Das Besondere an den IIoT Building Blocks ist, dass sie Unternehmen jeder Größe eine Möglichkeit bieten, in das Industrial Internet of Things einzusteigen. Die drei Bausteine bieten eine optimale Basis für die Realisierung einer Vielzahl von Anwendungsfällen des IIoT: Predictive Maintenance, Track and Trace oder die Optimierung der OEE sind dafür nur einige Beispiele." erklärt Wolfram Schäfer, Geschäftsführer von iT Engineering Software Innovations GmbH.
Was können andere von Ihrem Beispiel beziehungsweise aus Ihren Erfahrungen lernen?
Für die Entwicklung von Industrie 4.0-Lösungen hat es sich bewährt, mit einem Projektpartner auf Augenhöhe zu kooperieren. Es ist sehr wichtig, verschiedene Expertisen und Sichtweisen zusammenbringen, um die komplexen Herausforderungen der digitalen Transformation gemeinsam zu meistern. Als sehr wertvoll hat sich die Bereitschaft des Partners erwiesen, sich auf das Projekt einzulassen und einfach anzufangen. Der Mut kleine Experimente zu wagen und in manchen Bereichen Neuland zu betreten ist bei Industrie 4.0-Projekten unabdingbar.