Produktbeispiele: Sonstige
Wertschöpfungsbereich: Design & Engineering, Produktion & Lieferkette
Entwicklungsstadium: Demonstrator, Markteinführung / Pilot
Unternehmensgröße: 250 - 5000 Mitarbeiter
Region: Nordrhein-Westfalen

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Die Produktivität von Produktionsabläufen verschlechtert sich oft durch die Notwendigkeit der manuellen Aufbereitung von digitalen Produktionsdaten und der manuellen Anpassung von Daten an individuelle Bauteilgeometrien bei der bauteilindividuellen Produktion. Die Vernetzung der Produktionssysteme wie Fertigungs- oder Messmaschinen und der Planungs- und Simulationssysteme führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Vorbereitungs- und Anpassungsvorgänge.

Das Projekt startet gerade, es liegen noch keine konkreten Ergebnisse vor. In Vorläuferprojekten ist jedoch deutlich geworden, dass die Bearbeitungszeiten deutlich reduziert werden und durch die Automatisierung reproduzierbare Ergebnisse in der adaptiven Bearbeitung erzielt werden.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Die Maschinen und Einrichtungen der Produktionseinrichtung, wie etwa Fräsmaschine, Laserauftragschweißmaschine, Messmaschinen und auch Softwaretools wie Prozesssimulation, werden in ein „Smart Manufacturing Network“ integriert. Per OPC-UA können sie miteinander kommunizieren. Die softwaregestützte Prozessplanung kann in diesem Netzwerk die Eigenschaften von Maschinen abfragen und so die passende Maschine für den geforderten Bearbeitungsprozess auswählen. Die Prozesssimulation kann vor dem realen Start der Bearbeitung eine Aussage zu Dauer, Bauteilqualität und Prozessleistung machen und so die Fertigung von Ausschussteilen vermeiden.

Was konnte erreicht werden?

Wir sind noch am Projektstart, daher können wir noch keine Ergebnisse darstellen. Die geplanten Ziele sind die Erhöhung der Produktivität und die Verbesserung der Flexibiltiät der Fertigung durch die Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Im Leistungszentrum sind in vier Arbeitspaketen die Bearbeitung der Themen Smart Manufacturing Platform, Big Data, Simulation mit Realdaten und Rekonfigurierbare Prozessketten vorgesehen. Hier werden die Querschnittsthemen der Digitalisierung und Vernetzung behandelt. In jeweils zwei Pilotlinien in den Themenbereichen Energie, Mobilität und Gesundheit werden die Prozessketten durch die Ergebnisse aus den Querschnittsthemen optimiert. In den Pilotlinien wird die Lösung zusammen mit Industriekunden, die sich finanziell an dem Projekt beteiligen, erarbeitet.

Was können andere davon lernen?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es zu früh, um die konkreten Erfolgsfaktoren des Projekts herauszustellen. Bei der Definition des Projekts haben wir jedoch gelernt, dass die Industriekunden nicht an Industrie 4.0 als Selbstzweck interessiert sind. Es ist eine Möglichkeit für die Verbesserung der Produktion. Wir haben bereits jetzt gelernt, dass diese Verbesserung nur durch die Kombination aus dem Technologie- bzw. Prozesswissen mit den Digitalisierungsansätzen sinnvoll sein kann.