Anwendungsbeispiele: Produzierende Industrie
Produktbeispiele: Softwarelösungen
Wertschöpfungsbereich: Design & Engineering
Entwicklungsstadium: Marktreife / produktiver Einsatz
Unternehmensgröße: mehr als 15.000 Mitarbeiter
Region: Bayern
Industrieanlage der Chemieindustrie

Industrieanlage der Chemieindustrie

© Siemens AG

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Linde Engineering wollte ein übergreifendes System mit Fokus auf Standardisierung der Anlagenplanung, welches auch für den späteren Betrieb geeignet ist.

Eine Herausforderungen war es, die Engineering Kosten zu reduzieren und die Wiederverwendbarkeit zu unterstützen. Dies soll mit einer duchgängiger Software-Lösung erreicht werden.

Kundennutzen:
• Reduzierung der Engineering Kosten
• Höhere Engineering-Qualität
• Direkte Nutzung der Engineering-Daten im Betrieb der Anlagen bei Linde Gas
• Durchgehendes Datenmanagement

"Die Software-Lösung Comos bietet uns die Möglichkeit, unsere Anlagenplanung durch ein vorlagenbasiertes System zu unterstützen und zur Wiederverwendung bereits erarbeiteter Lösungen zu ermutigen." Dr. Franz Malcher, Projektleiter CAS bei Linde Engineering.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

COMOS wurde als Engineering-Software bei Linde Engineering eingeführt mit dem Ziel einer integrierten und harmonisierten IT-Landschaft über den gesamten Anlagenlebenszyklus.

Was konnte erreicht werden?

Mit Hilfe von der einheitlichen Datenplattform COMOS ist es gelungen, die Gewerke P&ID-Erstellung, Elektrik und Instrumentierung eng zu verzahnen, so dass ein Engineering auf konsistenteren Daten möglich wird. Dies garantiert eine höhere Engineering-Qualität und ein durchgehendes Datenmanagement.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Die zentrale Software-Anwendung, die bei Linde implementiert wurde, ist CAS (COMOS for Air Separation Plants). Die Einführung der Module für P&ID Erstellung und E&IC in 2015 ergänzte hierbei die bereits seit 1999 bestehenden COMOS-basierten Anwendungen zur Prozess- und Equipmentauslegung. Datenblattvorlagen und Symbolbibliotheken wurden gemäß der Linde-Spezifikationen angepasst.

Was können andere davon lernen?

Der Bau von standardisierten Anlagen, auch wenn diese in ihrer letztlichen Ausprägung stets Unikate sind, erfordert eine stark unterschiedliche Heransgehensweise als der Bau von Großanlagen. Dies spiegelt sich auch in den hierzu eingesetzten Software-Systemen wieder. Die funktionalen Anforderungen an Systeme für Standardanlagen heben sich u.a. durch das konsistente gewerksübergreifende Verwalten von Vorlagen von anderen ab. Auch wenn das Ergebnisdokument, z.B. ein P&I Diagramm, in beiden Fällen ähnlich aussieht, ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Vorlagen die Abwicklung von Standard-Anlagen in einem deutliche engeren Zeitplan möglich.