Grenzüberschreitende Vernetzung: Trilaterale Kooperation mit Frankreich und Italien

Fahnen der EU, Italiens, Deutschlands und Frankreichs
© brunobarillari – stock.adobe.com

Mit der trilateralen Kooperation von Plattform Industrie 4.0, Alliance Industrie du Futur und Piano Impresa 4.0 sollen die bestehenden Digitalisierungsprozesse im Sinne des europäischen Gedankens gemeinsam vorangetrieben werden. Die trilaterale Kooperation fokussiert sich auf drei Kernthemen, die in drei gemeinsamen Arbeitsgruppen bearbeitet werden:

  1. Standardisierung und Referenzarchitekturmodelle. Gemeinsame Standards sind wesentlich für eine digitalisierte Industrie. Deshalb wird die erste Arbeitsgruppe relevante Standards identifizieren, Standardisierungsbemühungen koordinieren, an der Harmonisierung einer Verwaltungsschale arbeiten und Wege finden, um KMUs im Bereich der Standardisierung zu integrieren. Die Gruppe wird dabei von den Errungenschaften der Französisch-Deutschen Arbeitsgruppe profitieren.
  2. KMU-Einbindung und Testbeds. Um Digitalisierung für KMUs zugänglicher zu machen, wird die zweite Arbeitsgruppe Anwendungsbeispiele aus allen drei Ländern sammeln und verknüpfen, Industrie 4.0-Szenarios verbreiten und vervollständigen, sowie ein internationales Netzwerk von Testinfrastrukturen fördern.
  3. Politische Unterstützung. Industrie braucht günstige Rahmenbedingungen, um effizient von der Digitalisierung profitieren zu können. Die Arbeitsgruppe wird sich deshalb über Best Practices aus politischen Regelungen und Programmen verschiedenster Bereiche und Ebenen austauschen und gemeinsame Positionen der drei Länder auf europäischer Ebene sowie internationale Foren koordinieren.

Die erste Kooperationsgespräche zwischen den drei nationalen Initiativen wurden auf der High-level Konferenz „Digitising Manufacturing in the G20“ im März 2017 in Berlin geführt. Seitdem wurde ein gemeinsamer Aktionsplan entwickelt, in dem verschiedene Maßnahmen und geplante Ergebnisse benannt wurden. Am 20. Juni 2017 wurde der Plan vom Vorstand der Kooperation auf einer ersten gemeinsamen Sitzung in Turin, Italien, verabschiedet. Expertinnen und Experten aus der Industrie, Wissenschaft und Politik aus allen drei Ländern arbeiten nun kontinuierlich an den drei Kernthemen weiter.

Weitere Informationen und Ergebnisse: