Pressemitteilung

Digitising with China – Deutsche und chinesische Expertinnen und Experten diskutieren Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Industrie

Am 25. April 2018 fand die Veranstaltung „Digitising with China“ auf der Hannover Messe statt mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Gastgeber. Ernst Stöckl-Pukall, Referatsleiter für Digitalisierung und Industrie 4.0 im BMWi, eröffnete die Konferenz gemeinsam mit YIN Jun, gesandter Botschaftsrat der chinesischen Botschaft in Deutschland. Über 130 deutsche und chinesische Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft diskutierten die aktuellen Entwicklungen zur Digitalisierung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der produzierenden Industrie Chinas.

Die Teilnehmenden an der "Digitising with China"-Konferenz auf der Hannover Messe
Die Teilnehmenden an der "Digitising with China"-Konferenz auf der Hannover Messe
© BMWi/BILDKRAFTWERK

Die von der Deutschen Gesellschaft für international Zusammenarbeit (GIZ) organisierte Veranstaltung umfasste verschiedene Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Anwendungsbeispiele. Keynotes hielten Dr. Oliver Blank, Leiter European and China Affairs beim ZVEI, Dr. Jens Gayko, Leiter Geschäftsstelle des Standardization Council Industrie 4.0 sowie Prof. Dr. Martin Ruskowsi, Leiter Innovative Fabriksysteme beim DFKI. Das China Centre for Information Industry Development (CCID) stellte die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Bereich der intelligenten Produktion vor: WANG Peng, Vize-Präsident des CCID, gab einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen von “Made in China 2025” (die chinesische Initiative "Made in China 2025" ist Counterpart der deutschen Plattform Industrie 4.0). Experten von HUAWEI und Yunji Technology präsentierten erfolgreiche Projekte von KI-Anwendungen in China.

Zwei Podiumsdiskussionen regten besonders zum Nachdenken an: Bei der Diskussion „Künstliche Intelligenz – Treiber intelligenter Produktion“ diskutierten Experten aus Wissenschaft und Privatwirtschaft den Status Quo von KI-Forschung und ihre Anwendung in Deutschland und China sowie ihre Erwartungen an zukünftige KI-Entwicklungen in der produzierenden Industrie. Die Diskutanten waren sich einig, dass eine vertiefte deutsch-chinesischen Kooperation förderlich wäre, um die Potenziale von KI für die produzierende Industrie weiter zu erforschen.

Auf dem Podium “Deutsch-chinesische Kooperation: Kurzfristige Vorteile oder langfristige Partnerschaft” diskutierten Experten, ob eine nachhaltige deutsch-chinesische Partnerschaft erreicht werden kann und wie sie über kurzfristige kommerzielle Vorteile hinauswachsen kann. Diskutanten aus beiden Ländern zeigten sich zuversichtlich, dass eine langfristige Partnerschaft erreichbar und wünschenswert ist. Die Diskussion drehte sich um Marktoffenheit und -förderung für einen fairen Wettbewerb – beides wurde als grundlegend für die Realisierung einer wechselseitigen langfristigen Kooperation zwischen Deutschland und China gesehen.

Über das deutsch-chinesische Industrie 4.0-Projekt

Basierend auf dem 2015 unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU) zwischen BMWi und dem chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), zielt die deutsch-chinesische Industrie 4.0-Kooperation auf eine Verbesserung des Geschäftsumfelds und der Förderung der bilateralen Kooperation zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen ab. Das China Centre for Information Industry Development unterstützt das MIIT bei dieser Kooperation. Auf deutscher Seite hat das BMWi die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit beauftragt, die Umsetzung des MoU zu unterstützen.

Eindrücke aus der Konferenz "Digitising with China"

  • Panel auf der Konferenz "Digitising with China" auf der Hannover Messe
  • Die Teilnehmenden an der "Digitising with China"-Konferenz auf der Hannover Messe