Meldung

AG-Klausur der Plattform Industrie 4.0

Neue Herausforderungen der Zukunft

Die Industrie 4.0 ist in Deutschland angekommen. Aber wo genau bewegen wir uns hin? Wo liegen die Chancen für profitables Wachstum in der digitalen Ökonomie? Wie kann die deutsche Industrie langfristig erfolgreich bleiben? Und was kann Industrie 4.0 beitragen, um wirtschaftliches Handeln nachhaltiger zu gestalten? Diesen und anderen Fragen widmeten sich am 16./17.01.2019 die Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0 auf ihrer Klausur in Berlin.

Plattform Industrie 4.0 AG Klausur 2019 - Prof. Dr. Svenja Falk
Plattform Industrie 4.0 AG Klausur 2019 - Prof. Dr. Svenja Falk
© Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0

Für den Austausch zur aktuellen Arbeit und den Blick in die Zukunft kamen gut 150 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verbänden und Gewerkschaften von 16. bis 17. Januar im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin zusammen. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich in den Gremien und Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0.

Ergebnisaustausch und Zukunftsblick

Der Austausch war rege. Nach der Begrüßung durch Markus Heß (Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie) und Dr. Otto Bode (Bundesministerium für Bildung und Forschung), stellten sich die sechs Arbeitsgruppen am ersten Tag gegenseitig ihre Arbeitsstände und -Ergebnisse vor und diskutierten die Ziele, Aufgaben und Meilensteine der Plattform für 2019.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Zukunftsherausforderungen für Industrie 4.0. Prof. Dr. Svenja Falk (Accenture), Leiterin der Plattform- Arbeitsgruppe zu digitalen Geschäftsmodellen, zeichnete in ihrer Keynote das Big Picture der Digitalökonomie und ihrer Perspektiven für den Industriestandort Deutschland. Sie skizzierte wo die Chancen für profitables Wachstum in der digitalen Ökonomie liegen und wie die deutsche Industrie vor dem Hintergrund veränderter Wettbewerbsdynamiken langfristig erfolgreich bleiben kann.

Kreativräume für Industrie 4.0 Dialoge

Dass für den langfristigen Erfolg von Industrie 4.0 das Thema Nachhaltigkeit essentiell ist, betonte Prof. Dr. Ina Schieferdecker, (Fraunhofer FOKUS, Gründungsdirektorin des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft). Denn die Potentiale der Industrie 4.0 für Umwelt und Gesellschaft von morgen erlauben uns weniger zu verbrauchen und gleichzeitig mehr zu schaffen. Wie die Industrie 4.0 dazu beitragen kann, wirtschaftliches Handeln nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig soziale und technische Innovationen fördern, war im Anschluss auch Thema von gleich zwei der fünf Kreativräume die sich Zukunftsthemen und den Chancen und Herausforderungen für die Industrie 4.0 widmeten: Angeregt wurde eine soziale und gerechte Industrie 4.0, sowie Kreislaufwirtschaft und die ökologische Relevanz von Industrie 4.0 diskutiert. Zudem waren die Basisinfrastruktur für IT-Sicherheit und Interoperabilität, KI und Datenräume, sowie Anforderungen an Innovationssysteme für KMU-Transfer Themen der Dialoge.
Zum Ausklang zweier Tage voller Austausch, Perspektivenwechsel und Zukunftsmusik wurden die einzelnen Puzzleteile zu einem großen Bild einer nachhaltigen Industrie 4.0 zusammengesetzt.

Eindrücke von der AG Klausur 2019

  • Begrüßung durch Dr. Otto Bode (BMBF)
  • Austausch auf dem Panel der Klausur
  • Empfang der AG-Klausur
  • Prof. Dr. Ina Schieferdecker (Fraunhofer Fokus) während ihrer Key Note
  • Teilnehmende eines Kreativraumes
  • Dialog im Kreativraum
  • World Cafe zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
  • Ergebnisdialog zum großen Bild einer nachhaltigen Industrie 4.0