F&M Maschinenbau GbR

Auftragsverwaltung als Basis zur schrittweisen Einführung von Industrie 4.0 Komponenten

  • Produktbeispiele
    • Softwarelösungen
  • Wertschöpfungsbereich
    • Produktion & Lieferkette
  • Entwicklungsstadium
    • Markteinführung / Pilot
  • Unternehmensgröße
    • 1 - 250 Mitarbeiter
  • Region
    • Berlin

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

KMU im Bereich Lohnzerspanung haben oft ein heterogenes Produktspektrum. Hinzu kommen relativ geringe Losgrößen. Dadurch sind die Kosten für die Infrastruktur und die Arbeitsvorbereitung (Nebenzeiten) verhältnismäßig höher als bei der Fertigung großer Serien. Somit können Wettbewerbsvorteile vor allem durch die Reduktion der Ausgaben für diese Posten erzielt werden.

Dabei hilft die Auftragsverwaltung unter anderem durch die automatische Verwaltung und Erstellung von Dokumentation, die grafische Aufbereitung der Unternehmenskapazitäten und die Sammlung von Daten für die Optimierung von Unternehmensprozessen.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Die Auftragsverwaltung ermöglicht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich selbst zu organisieren. Denn durch die Software werden offene Aufträge intelligent priorisiert. Dabei werden Lieferdaten, benötigte Fremdleistungen und erwartete Produktionszeiten in Betracht gezogen. Bei der Bearbeitung der Aufträge haben jedoch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets das letzte Wort. So können sie durch leichte Veränderungen in der vorgeschlagenen Bearbeitungsreihenfolge die Rüstzeiten optimieren, wodurch sie die Anzahl der Werkzeugwechsel minimieren.

Indem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich und ihren Auftrag an den Stationen durch Barcodes identifizieren, stehen der Geschäftsleitung stets Informationen darüber zur Verfügung, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade welche Aufträge bearbeiten. Die Nutzung von Barcode-Scannern sowie Open Source Hardware garantieren hierbei geringe Anschaffungskosten.

Benutzer der Auftragsverwaltung
Benutzer der Auftragsverwaltung
© F&M Maschinenbau GbR

Was konnte erreicht werden?

Aus einer Unzufriedenheit über den Funktionsumfang bestehender Softwarelösungen und deren Tendenz eine ganzheitliche Betrachtung und Abbildung von Unternehmensprozessen zu vernachlässigen, war die Investition in eigene Softwarelösungen der einzige sinnvolle Schritt.

Die F&M Maschinenbau GbR ist ein junges und dynamisches Unternehmen, welches Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Lohnzerspanung anbietet. Die hohe Affinität und Begeisterung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue technische Lösungen führt dazu, dass Ideen zur Digitalisierungen von Arbeitsschritten und -prozessen intuitiv aus dem Betriebsablauf heraus entstehen und von den Entwicklern dann in ausgeklügelte Softwarelösungen integriert werden können.

Die Auftragsverwaltung macht alle Daten über aktuelle Produktionsprozesse für die Geschäftsleitung weltweit verfügbar. So können Produktionskapazitäten stets abgerufen und verwaltet werden.

Alle produktionsrelevanten Daten und Dateien werden durch die Auftragsverwaltung angelegt, verwaltet, weitergeführt und abschließend archiviert. So ist sichergestellt, dass die Dokumente für alle Beteiligten an zentraler Stelle in der aktuellen Version verfügbar sind.

Darüber hinaus konnten viele Produktionsprozesse durch den Einsatz der Auftragsverwaltung beschleunigt werden, die Einhaltung von Lieferdaten verbessert und die Rüstzeiten signifikant verringert werden.

Die Auswertung der durch die Auftragsverwaltung gesammelten Daten erlaubt es außerdem, Unternehmensprozesse zu optimieren und Fehlerquellen zu beseitigen.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Die Programmierung der Auftragsdatenbank wurde durch betriebseigene Softwareentwickler realisiert. Der Einsatz agiler Softwareentwicklung war dabei ein Garant für stabile Programme – auch bei regelmäßiger Erweiterung von Anforderungen und Funktionen. Der konsequente Einsatz von Entwurfsmustern (Design Patterns) und testgetriebener Entwicklung ermöglichte es, innerhalb kurzer Zeit ein nutzbares Produkt anbieten zu können. Um ein optimales Benutzererlebnis zu garantieren, wurden Usability-Experten hinzugezogen, die die Optimierung der grafischen Oberflächen des Programms unterstützten.

Um den Einsatz der Auftragsverwaltung im Unternehmen zu ermöglichen, wurden alle Fertigungsstationen mit kostengünstigen Rechnern (Terminals) ausgestattet, die neben der üblichen Peripherie über einen Barcode-Scanner verfügen. Zusätzlich wurde ein zentraler Drucker eingerichtet, an dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeichnungen und Laufzettel drucken können.

Zudem ist die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die erweiterten Möglichkeiten eigenverantwortlich zu arbeiten gestiegen.

Was können andere davon lernen?

Industrie 4.0 ist nicht das Damokles-Schwert, das über unserem Industriezweig schwebt. Auch kleine und mittlere Unternehmen können durch den Digitalen Wandel ihre Ressourcen besser ausschöpfen und ihre Rentabilität verbessern.

„Viele kleine und mittlere Unternehmen haben was Industrie 4.0 angeht einen starken Aufholbedarf, der, wenn nicht bald geschlossen, sie innerhalb kürzester Zeit ins wirtschaftliche Abseits drängt. Wir von der F&M Maschinenbau wollen diesen Unternehmen bei der Digitalisierung von Produktionsprozessen und -systemen mit unserer Erfahrung und unseren intelligenten Softwarelösungen zur Seite stehen. So können unsere Kunden die Transparenz ihres Unternehmens erhöhen, Fertigungsprozesse optimieren und die Qualität ihrer Pro-dukte verbessern“, so Philipp Fraas, Geschäftsführer der F&M Maschinenbau GbR.

Kontakt
Jonas Brönstrup F&M Maschinenbau GbR
Lengeder Straße  21-23 ,  13407  Berlin
http://www.fm-maschinenbau.de/