Roboterfräszentrum der Tischlerei Eigenstetter

Möbel nach Maß und nicht von der Stange – Roboterfräszentrum für komplexe und hochwertige Einzelanfertigungen von Holzprodukte

  • Anwendungsbeispiele
    • Produzierende Industrie
  • Produktbeispiele
    • Produktionsdienstleistungen
  • Wertschöpfungsbereich
    • Design & Engineering
    • Produktion & Lieferkette
  • Entwicklungsstadium
    • Marktreife / produktiver Einsatz
  • Unternehmensgröße
    • 1 - 250 Mitarbeiter
  • Region
    • Mecklenburg-Vorpommern
Polierer
Polierer
© Tischlerei Eigenstetter GmbH

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Ein automatisiertes Verfahren zur spanenden Herstellung großer und komplex geformter Bauteile aus Holz sowie Kunststoff war das Ziel der Tischlerei Eigenstetter. Bei dem ZIM-geförderten Einzelprojekt wurde ein Gelenkarmroboter aus der Großserienproduktion an die Anforderungen bei der Holzverarbeitung angepasst: Ein spezielles Halte- und Steuerungssystem ermöglicht die Fertigung hochkomplexer, geometrischer Formen - selbst bei mehrfacher Krümmung der Oberfläche von Frästeilen. Als nächster Schritt ist ein Scan-System in der Entwicklung. Mit der Kenntnis der Daten des Rohteils wird für die Bearbeitung das Fertigteil virtuell im Rohteil positioniert. Im Ergebnis des Zusammenspiels von CAD-Konstruktion, Scan-System und automatischer Bearbeitung werden Verschnitt- und Bearbeitungszeit reduziert.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Mit den Entwicklungen will die Tischlerei Eigenstetter sich die Möglichkeit erarbeiten, Bauteile für Möbel oder Holzkonstruktionen effektiv und ressourcenschonend herzustellen. Das Ziel ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Betrieben, der das Unternehmenswachstum sichert.

Was konnte erreicht werden?

Dank des BMWi-Förderprogramms ZIM gelang es dem Handwerksunternehmen, sich ein Alleinstellungsmerkmal mit hohem technischen Innovationsgrad zu erarbeiten. Mit dem Einsatz des Industriegelenkarmroboters konnte die Tischlerei Eigenstetter zu einem Zulieferer für Handwerkskollegen, Architekten und die Industrie werden. So ermöglicht das automatisierte Verfahren eine Steigerung der Material- und Prozesseffizienz: Dem Kunden können sehr große Frästeile von hoher Qualität zu vergleichsweise geringen Preisen angeboten werden.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Die Tischlerei Eigenstetter setzt einen Industriegelenkarmroboter mit einer hochfrequent laufenden Werkzeugspindel ein. Beim Fräsvorgang wird ein sicherer Halt des Werkstücks dank eigens entwickelter Haltevorrichtung gewährleistet. Für eine hohe Oberflächenqualität wird zusätzlich die Wuchsrichtung des Holzes beim Fräsen berücksichtigt. Mit dem Scan-System werden die Ausgangshölzer vermessen und die Daten der Bearbeitungszelle zur Verfügung gestellt. Damit wird es möglich die 3D-Daten des Bauteiles so in den Raum des Rohteiles einzupassen, dass der gewünschte Faserverlauf im Bauteil erreicht wird. Gleichzeitig wird die Menge an Verschnitt minimiert und Fehlstellen können sicher vermieden werden.

Was können andere davon lernen?

Auf die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss besonders geachtet werden: Bei dieser Produktionsmethode werden außer den handwerklichen Fähigkeiten auch ingenieurtechnische Konstruktions- und Verfahrenskenntnisse benötigt (CAD, CAM).

Kontakt
Martin Eigenstetter 038872 923-0 Tischlerei Eigenstetter GmbH
Gletzower Landstraße 3,  19217 Rehna
www.eigenstetter.com

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