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13 Gewinner der ersten Staffel der BMI "Modellprojekte Smart Cities", Münchens neue Digitalisierungsstrategie, das neue Weiterbildungsangebot zur Smart City Fachkraft und neue beziehungsweise aktualisierte Digitalisierungsstrategien der Länder – unserer Netzschau entgeht (fast) nichts. Hier finden Sie Informationen zu maßgeblichen politischen Entwicklungen und Entscheidungen sowie Expertenmeinungen mit Bezug zu Smart Cities und Smart Regions.
Am 9. Juli 2019 hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die Gewinner der ersten Staffel "Modellprojekte Smart Cities" bekannt gegeben. Mit einer Fördersumme von circa 750 Millionen Euro möchte das BMI in den kommenden Jahren rund 50 Modellprojekte (Städte, Gemeinden und Kreise) in Anbetracht der zunehmenden Digitalisierung stärken. Dabei geht es übergeordnet um die Förderung von Bürgerinteressen durch Partizipation, den Schutz der Privatsphäre sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen und der regionalen Wirtschaft. Die Smart City Modellprojekte sollen dem Wissenstransfer dienen und dementsprechend skalierbar und replizierbar sein.
Aus ungefähr 100 Bewerbungen für die Smart City Modellprojekte wählte eine neunköpfige Jury - mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und kommunalen Spitzenverbänden - in der ersten Staffel 13 Projekte. In der Kategorie "Großstädte" erhielten Solingen, Ulm und Wolfsburg Auszeichnungen, in der Kategorie "Mittlere Städte" Cottbus, Gera und Kaiserlautern und in der Kategorie "Kleinstädte und Landgemeinden" Grevesmühlen, Haßfurt, Süderbrarup und Zwönitz. Darüber hinaus wurden in der Kategorie "Interkommunale Kooperationen und Landkreise" der Landkreis Wunsiedel ausgewählt, die Kooperation Arnsberg, Olpe, Menden, Soest und Bad Berleburg sowie die Kooperation Brandis, Naunhof, Borsdorf, Großpösna, Belgershain, Parthenstein und Machern. Die Summe der Fördergelder, die je nach Digitalisierungsstand der Projekte zur Strategieentwicklung beziehungsweise -umsetzung dient, unterscheidet sich von Projekt zu Projekt und liegt bei bis zu 11,3 Millionen Euro. Ziel aller Modellprojekte ist die Entwicklung und Umsetzung eines integrierten, sektorenübergreifenden und raumbezogenen Strategieansatzes.
Auch die Münchner Stadtverwaltung möchte auf den globalen Trend der Digitalisierung eingehen und hat hierfür eine Zukunftsvision formuliert:
"2025 ist München eine zukunftsorientierte und nachhaltig agierende Metropole, die die Digitalisierung aktiv und verantwortungsbewusst zum Wohl der Stadtgesellschaft einsetzt."
Um diesem Ideal nachzukommen, hat der IT-Ausschuss des Stadtrates im Juli 2019 einen ersten Entwurf einer Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Bis Oktober soll nun eine Beschlussvorlage zur Finanzierung ausgearbeitet werden, damit Anfang 2020 mit der Umsetzung einzelner Maßnahmen begonnen werden kann. Kern der Strategie ist der aktive und verantwortungsbewusste Einsatz digitaler Technologien, der die Bereiche Stadtverwaltung, städtische Infrastruktur und Stadtgesellschaft umfassen soll.
Mit dem Leitmotiv "München.Digital.Erleben" beabsichtigt München, die Stadt für alle Menschen positiv digital erlebbar zu machen. Das bedeutet, dass München seinen Bürgerinnen und Bürgern innovative digitale Dienstleistungen zur Verfügung stellen wird. Diese orientieren sich an den strategischen Prinzipien (1) Datenschutz und Informationssicherheit, (2) Offenheit und Transparenz, (3) Einhaltung von Standards, (4) Barrierefreiheit und (5) Kundenorientierung. Konkrete Maßnahmen im Bereich Stadtverwaltung umfassen die Teilbereiche Portale & Kanäle, Organisation & Kultur, Geschäftsprozesse und IT-Services & -infrastruktur. Im Bereich Infrastruktur sind Projekte in der digitalen Kommunikations- sowie Dateninfrastruktur geplant und in dem Bereich Stadtgesellschaft Aktivitäten zu den Themen Gemeinschaft & Partizipation, Arbeit & Wirtschaft sowie Digitales erproben & erleben. Die Stadt München plant, die Maßnahmen bis zum Jahr 2025 umzusetzen.
In Kooperation mit dem TÜV Süd hat die Morgenstadt Initiative ein Weiterbildungsangebot zur Smart City Fachkraft entwickelt. Das Angebot soll Personen ansprechen, die beruflich mit Smart Cities zu tun haben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren neben der Vernetzung untereinander von einem umfangreichen zweitägigen Curriculum. Die Inhalte umfassen eine Übersicht über Pilotprojekte und aktuelle Entwicklungen ebenso wie die Darlegung von Möglichkeiten der effizienten Planung und Umsetzung von Smart City Modellen. Somit erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein umfassendes Wissen, das sie bei der Konzeption und Durchführung von Smart City Strategien unterstützt. Das nächste Seminar findet am 27./28. November 2019 in Hamburg statt.