Pressemitteilung

Europas führende Kompetenz in der Industrie 4.0 – Plattform Industrie 4.0 gibt Impulse im Stakeholder Forum zur Digitalisierung der Produktion

Europa kommt aufgrund seines großen und hochentwickelten Industriesektors eine Vorreiterrolle in der Industrie 4.0 zu. Um die Führungsrolle und Dynamik zu erhalten, braucht es klare Regeln und praxisnahe Kooperation über Ländergrenzen hinweg. Mit dem Stakeholder Forum „Digitising European Industry“ wurde nun der Rahmen für eine europaweite Zusammenarbeit zu Industrie 4.0 geschaffen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie richtete am 31. Januar und 1. Februar 2017 gemeinsam mit der Europäischen Kommission das erste Stakeholder Forum in Essen aus. Die 500 Teilnehmenden aus ganz Europa diskutierten unter anderem über die länderübergreifende Vernetzung von Testzentren und die Harmonisierung von Standards. Die Plattform Industrie 4.0 unterstützte als Gastgeber-Initiative und setze inhaltliche Impulse.

Panel auf dem Stakeholder Forum
Panel auf dem Stakeholder Forum
© BMWi/Michael Reitz

Essen, 1. Februar 2017. „Digitalisierung ist die neue Energiequelle für die Wettbewerbsfähigkeit unserer europäischen Industrie. Wir müssen die digitale Transformation entschieden angehen, um sie erfolgreich und nach unseren Werten einer wettbewerbsfähigen Sozialen Marktwirtschaft gestalten zu können. Die 500 Teilnehmer aus Industrie, Sozialpartnern, nationalen Initiativen und Ministerien, die heute im Welterbe der Zeche Zollverein in Essen zusammenkommen, sind ein starkes Signal“, erklärte Günther Oettinger, der ehemalige EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, nun zuständig für Haushalt und Personal. Das Stakeholder Forum wird als jährliche Veranstaltungsreihe den Rahmen dazu geben, gemeinsame Ziele und Lösungsansätze für Industrie 4.0 zu diskutieren. Dabei steht neben regulatorischen Fragen auch der praktische Austausch zwischen den Industrie 4.0-Initiativen auf der Agenda. „Als Vorreiter bei Industrie 4.0 wollen wir als Gastgeber des ersten Stakeholder Forums die Notwendigkeit internationaler Kooperation unterstreichen und erwarten wichtige Impulse für Politik und Wirtschaft“, ergänzt Matthias Machnig, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Arbeit an den Fragen der Zukunft in Essen

In den sechs Workshops und drei Podiumsrunden in Essen bearbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa neben der Gestaltung des digitalen Binnenmarkts (Digital Single Market) unter anderem die Themen IT-Sicherheit, Testzentren und Fachkräftesicherung. Im Kontext der IT-Sicherheit wurde nach den Voraussetzungen für eine sichere und vertrauenswürdige Behandlung von Daten und einen zuverlässigen Schutz unternehmensübergreifender Kommunikation gefragt. Für die Testzentren wurden Möglichkeiten einer engeren Vernetzung auf europäischer Ebene diskutiert. „Industrie 4.0 wird nur durch internationale Zusammenarbeit erfolgreich. Die praktische Erprobung in Testzentren ist dabei entscheidend“, so Bernd Leukert, Lenkungskreisvorsitzender der Plattform Industrie 4.0 und Mitglied des Vorstands der SAP SE. „Nationale Initiativen haben hier eine Vorreiterrolle eingenommen. Die europaweite Vernetzung aller Aktivitäten ist nun der nächste logische Schritt, um die notwendige globale Standardisierung weiter voranzutreiben.“

Zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften brachte die Plattform Industrie 4.0 Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele in die Workshops ein, die ihre Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Gewerkschaften und Wissenschaft gemeinsam erarbeitet haben.

Internationale Vernetzung – Europa und die Welt

Für die Plattform Industrie 4.0 ist das Stakeholder Forum eine gute Gelegenheit, um die bereits bestehenden bilateralen Kooperationen in Europa – etwa mit der Alliance Industrie du Futur (Frankreich) und der Initiative Fabbrica Intelligente aus Italien – zu vertiefen und auszubauen. Intensive Dialoge führt die Plattform Industrie 4.0 auch mit internationalen Partnern außerhalb Europas. Zu den Partnern zählen das in den USA ansässige Industrial Internet Consortium und die Robot Revolution Initiative aus Japan. Pünktlich zum Stakeholder Forum hat die Plattform Industrie 4.0 die englischsprachige Version ihrer Online-Landkarte Industrie 4.0 veröffentlicht. Unter www.plattform-i40.de/Map finden Interessierte aus aller Welt über 140 Praxisbeispiele, die zeigen, wo und wie Industrie 4.0 in Deutschland bereits erfolgreich umgesetzt wird.

Die Teilnehmenden hören einem Vortrag auf dem Stakeholder Forum zu.
Die Teilnehmenden hören einem Vortrag auf dem Stakeholder Forum zu.
© BMWi/Michael Reitz

Über die Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale Netzwerk in Deutschland, um die digitale Transformation zu Industrie 4.0 voranzubringen. Im Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften wirken über 250 Akteure aus 159 Organisationen aktiv in der Plattform mit. Die Plattform entwickelt und koordiniert Informations- und Vernetzungsservices, die Industrie 4.0-Lösungen bei Unternehmen bekannt machen und in die Fläche tragen. Als eines der größten internationalen und nationalen Netzwerke unterstützt sie deutsche Unternehmen – insbesondere den Mittelstand – dabei, Industrie 4.0 zu implementieren. Mit Beispielen aus der bundesweiten Unternehmenspraxis, konkreten Handlungsempfehlungen und Testumgebungen gibt sie ihnen entscheidende Impulse.
www.plattform-i40.de

Pressekontakt

Dr. Jonas Gobert
Plattform Industrie 4.0
Tel.: +49 30 53607729
E-Mail: jonas.gobert@ifok.de