09.03.2017

Newsletter der Plattform Industrie 4.0 - Ausgabe 2/17 - Schwerpunkt Internationales - 2

Liebe Leserinnen und Leser,

Wertschöpfungsnetzwerke kennen keine Staatsgrenzen. Der ohnehin schon globalisierte Austausch von Waren, Dienstleistungen und Daten wird sich im Zuge der Industrie 4.0 nochmals intensivieren. Um die Chancen der digitalisierten Produktion nutzen zu können und die Herausforderungen zu bewältigen, braucht es deshalb gemeinsame, internationale Lösungsansätze.

Diesem Credo folgend bringen sich die Expertinnen und Experten der Plattform Industrie 4.0 in die internationalen Diskussionen um Standards, IT-Sicherheit, Testumgebungen und viele anderen Themen rund um die Industrie 4.0 ein. Durch das große Engagement ihrer Akteure ist die Plattform Industrie 4.0 zu einem Impulsgeber des internationalen Austausches geworden. Dies verdeutlichen auch die zahlreichen Veranstaltungen der letzten Monate: Auf bilateralen Konferenzen mit Partnern aus China, Frankreich und Italien in Berlin folgte das erste europäische Stakeholder Forum zur digitalisierten Industrie in Essen. Mit dem Treffen der Industrie 4.0-Plattformen aus den G20-Staaten in Berlin wirft bereits das nächste internationale Großereignis mit Deutschland als Gastgeber seinen Schatten voraus.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die internationale Dimension der Industrie 4.0 näherbringen – mit Ergebnissen aus den internationalen Kooperationen, wissenschaftlichen Erkenntnissen, grenzüberschreitenden Industrie 4.0-Anwendungen und vielem mehr. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ihre Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0

Europas führende Kompetenz in der Industrie 4.0 – Plattform Industrie 4.0 gibt Impulse im Stakeholder Forum zur Digitalisierung der Produktion

Europa kommt aufgrund seines großen und hochentwickelten Industriesektors eine Vorreiterrolle in der Industrie 4.0 zu. Um die Führungsrolle und Dynamik zu erhalten, braucht es klare Regeln und praxisnahe Kooperation über Ländergrenzen hinweg. Mit dem Stakeholder Forum „Digitising European Industry“ wurde nun der Rahmen für eine europaweite Zusammenarbeit zu Industrie 4.0 geschaffen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie richtete am 31. Januar und 1. Februar 2017 gemeinsam mit der Europäischen Kommission das erste Stakeholder Forum in Essen aus. Die 500 Teilnehmenden aus ganz Europa diskutierten unter anderem über die länderübergreifende Vernetzung von Testzentren und die Harmonisierung von Standards. Die Plattform Industrie 4.0 unterstützte als Gastgeber-Initiative und setze inhaltliche Impulse.

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Drei Fragen an… Prof. Dr. Reiner Anderl

Welche Chancen und Herausforderungen bietet die internationale Zusammenarbeit im Bereich Industrie 4.0? Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl, Leiter des Fachgebiets Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) am Fachbereich Maschinenbau der Technischen Universität Darmstadt, beantwortet drei Fragen der Newsletter-Redaktion zur Industrie 4.0 im globalen Kontext. Professor Anderl ist neben seiner Lehrtätigkeit auch Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats Industrie 4.0 bei acatech. Der Beirat berät die Plattform Industrie 4.0 in Forschungsfragen.

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Landkarte Industrie 4.0 jetzt auch in Englisch

Die Online-Landkarte zeigt, wo Industrie 4.0 schon heute in der Praxis in Deutschland gelebt wird. Nun werden die Beispiele auch einem internationalen Publikum besser zugänglich gemacht – auf der englischsprachigen Version der Landkarte. 140 Beispiele sind bereits übersetzt und weitere folgen.

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Praxisbeispiel 1

Labs Network Industrie 4.0 e.V. ist ein Partner der Plattform Industrie 4.0. Der vorwettbewerbliche und gemeinnützige Verein unterstützt KMU und dient als Dialog-, Kompetenz- und Experimentierplattform. Über Testfelder können Unternehmen Industrie 4.0-Anwendungen risikolos testen. In einem Anwendungsfall testen Forscher aus Australien und Deutschland nun gemeinsam innovative Anwendungen von Faserverbundwerkstoffen. Das Projekt wird im Forschungscampus ARENA 2036 umgesetzt.

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Praxisbeispiel 2

Gemeinsam entwickeln Bosch Rexroth China und die Qinchuan Machine Tool & Tool Group Corp. eine intelligente Produktionslinie. Durch die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten und die Installation eines Produktionsleitsystems soll die Produktion ressourcenschonender, effizienter und anpassungsfähiger gestaltet werden. Die strategische Partnerschaft zwischen dem deutschen und chinesischen Unternehmen startete im September 2015.

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Abseits der Konferenzsäle

2016 und 2017 war die Plattform Industrie 4.0 an zahlreichen internationalen Konferenzen beteiligt: Vertreter aus China, Frankreich und Italien waren in Berlin zu Gast, in Essen trafen sich Akteure aus ganz Europa. Im März folgt das Treffen der Industrie 4.0-Initiativen aus den G20-Staaten in Berlin. Die Großereignisse sind wichtig für den persönlichen Austausch der Ergebnisse und die Präsentation von Fortschritten. Doch mindestens ebenso bedeutsam ist die Arbeit im Hintergrund.

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Termine

Im Rahmen der deutschen G20-Ratspräsidentschaft treffen sich im April erstmals Minister, die für die digitale Wirtschaft zuständig sind. Im Vorfeld des Treffens organisiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Konferenz in Berlin. Wirtschaftsvertreter, Politiker und Initiativen aus allen G20-Staaten können sich am 16. und 17. März austauschen und informieren.

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Partner-News

Die Industrie 4.0 verwischt Grenzen zwischen Branchen und Staaten – einheitliche Standards werden benötigt, die eine Interoperabilität einzelner Komponenten über Bereichs- und Landesgrenzen hinaus sicherstellen. Deutsche Industrieverbände und Normungsorganisationen haben das Standardization Council Industrie 4.0 gegründet, asr Standardisierungsaktivitäten international initiiert und koordiniert.

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