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Industrie 4.0 braucht internationale Kooperation und Standards – G20-Konferenz in Berlin

Das Bundeswirtschaftsministerium veranstaltet heute und morgen (16. und 17. März) anlässlich der deutschen G20-Präsidentschaft die Konferenz „Digitising Manufacturing in the G20 - Initiatives, Best Practices and Policy Approaches“ im Berliner Congres Center. Über 500 Vertreter der G20-Länder aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sprechen über Zukunftschancen durch Industrie 4.0. Als Gastgeberland-Initiative bringt die Plattform Industrie 4.0 ihre Expertise in der Konferenz-Planung und mit zahlreichen Panel-Beiträgen auch in der Umsetzung ein.

G20 Conference on Industry 4.0
© BMWi/Maurice Weiss

Auf der Konferenz tauschen die G20-Staaten Konzepte und Best Practice Beispiele zur Digitalisierung der Industrie sowie zu den verschiedenen nationalen Initiativen zu Industrie 4.0 aus, wie der deutschen Plattform Industrie 4.0. Standardisierung, regulatorische Herausforderungen und Cyber-Security stehen dabei ebenso im Fokus wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf Mensch, Arbeit und Gesellschaft.

Zu Beginn der Konferenz steht der Austausch zu Zielen und Erfahrungen internationaler Initiativen im Vordergrund. Prof. Dr. Henning Kagermann, Präsident bei acatech und Global Representative und Advisor betont im Austausch mit anderen Industrie 4.0-Initiativen der G20-Staaten die Notwendigkeit, Themen wie Standardisierung oder Sicherheit der vernetzen Systeme gemeinsam zu lösen.

Podiumsdiskussion „Shaping the future of industry together” u. a. mit Prof. Dr. Henning Kagermann
Podiumsdiskussion „Shaping the future of industry together” u. a. mit Prof. Dr. Henning Kagermann
© BMWi/Maurice Weiss

Die Herausforderung, Standards für die Industrie 4.0 zu vereinheitlichen, bewegt viele Teilnehmende auf der Konferenz: Es herrscht großer Andrang in den interaktiven Panels zu Standards und zum internationalen Testfelder-Netzwerk. Auf den Panels engagiert sich der Plattform-Partner Labs Network Industrie 4.0 e. V. (LNI 4.0) und das Industrial Internet Consortium (IIC). Dominik Rohrmus und Thomas Hahn (LNI 4.0) sowie Richard Soley (IIC) leiten die Diskussion und informierten über die gemeinsame Kooperation. Thematisiert werden unter anderem gemeinsam genutzte Testzentren. Durch die kontrollierte Erprobung von Industrie 4.0-Anwendungen wollen die Partner unter anderem Lücken identifizieren und so Impulse für die internationale Standardisierung geben.

Zwei der Diskutanten des Interactive panel 1 “Cooperation in a new dimension: the international testbed network” Richard Soley vom IIC und Thomas Hahn vom LNI 4.0
Zwei der Diskutanten des Interactive panel 1 “Cooperation in a new dimension: the international testbed network” Richard Soley vom IIC und Thomas Hahn vom LNI 4.0
© BMWi/Maurice Weiss

Nicht nur in den Panels und Workshops ist die Plattform-Expertenkenntnis gefragt. Am Stand der Plattform Industrie 4.0 informieren sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus aller Welt über ihre Arbeit. Großen Anklang findet neben den Publikationen der Plattform und der Präsentation der englischsprachigen Online-Landkarte auch der Kompass Industrie 4.0. Er gibt Betrieben einen schnellen und strukturierten Überblick über das deutschlandweite Industrie 4.0-Unterstützungsangebot. Die Idee dahinter: egal, auf welchem Stand sich ein Unternehmen befindet, der Kompass holt es dort ab, wo es in Sachen Umsetzungsgrad steht und zeigt passende Workshops, Veranstaltungen, Publikationen und Testzentren an.

Die Konferenz ist Teil des G20-Digitalministerprozesses. Die zuständigen Minister werden sich erstmalig am 6. und 7. April 2017 in Düsseldorf treffen. Infos finden Sie hier.

Erster Tag der G20-Konferenz zu Industrie 4.0: 500 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt kamen nach Berlin
Erster Tag der G20-Konferenz zu Industrie 4.0: 500 Besucherinnen und Besucher aus aller Welt kamen nach Berlin
© BMWi/Maurice Weiss