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#Digitalassieme: Deutsch-Italienische Wirtschaftskonferenz

Bundesminister Gabriel und Italiens Wirtschaftsminister Calenda diskutieren mit 220 Vertreterinnen und Vertreter über die deutsch-italienische Zusammenarbeit und vereinbaren engere Kooperation der beiden Industrienationen.

Sigmar Gabriel, Paolo Gentiloni, Angela Merkel und Carlo Calenda (v.l.n.r.) auf der Deutsch-Italienischen Wirtschaftskonferenz in Berlin
Sigmar Gabriel, Paolo Gentiloni, Angela Merkel und Carlo Calenda (v.l.n.r.) auf der Deutsch-Italienischen Wirtschaftskonferenz in Berlin
© BMWI/Maurice Weiss

Bundesminister Sigmar Gabriel und sein italienischer Amtskollege Carlo Calenda haben am 18. Januar 2017 zur Deutsch-Italienischen Wirtschaftskonferenz geladen. Die Konferenz stand unter dem Titel: „Potenziale der Digitalisierung für Unternehmen nutzen – in unsere Zukunft investieren“. Neben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni nahmen über 220 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und von öffentlichen Institutionen teil. „Deutschland und Italien sind - gemessen am Produktionswert - die beiden größten Industrienationen in Europa“, stellte Gabriel fest. „Das soll auch im digitalen Zeitalter so bleiben. Zwei Themen stehen darum heute im Mittelpunkt: Die erfolgreiche Digitalisierung unserer Industrie und Investitionen für Wachstum und Innovationen.“

Workshop zur praktischen Anwendung von Industrie 4.0

Für industriell ausgerichtete Länder wie Italien und Deutschland ist die Digitalisierung der industriellen Produktion eine zentrale Zukunftsfrage mit gemeinschaftlichen Perspektiven. Gemeinsame Testzentren zum Beispiel können insbesondere den innovativen Mittelstand in der Industrie 4.0-Umsetzung unterstützen und treiben die die Standardisierung weiter voran. Wie können Unternehmen einfachen Zugang zu Informations- und Testinfrastrukturen erhalten? Wie kann der Zugang zu Normen für KMU erleichtert werden? Wie können der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Prüfungsinstituten in Italien und Deutschland ermöglicht und gefördert werden? Und wie können Normierungsprozesse beschleunigt werden? – Zu diesen Fragen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus deutscher wie italienischer Unternehmen und Institutionen in einem Konferenz-Workshop. Henning Banthien, Generalsekretär der Plattform Industrie 4.0 moderierte den Workshop. Die Erfahrungen der Plattform Industrie 4.0 in den letzten Jahren– etwa mit den Arbeiten zum Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0, der Landkarte mit Industrie 4.0-Praxisbeispielen und dem Industrie 4.0-Kompass – fanden als Impulse ihren Weg in die Debatte.

Vereinbarung zu enger Kooperation zwischen Deutschland und Italien

Angesichts gemeinsamer Chancen und Herausforderungen einigten sich das italienische Ministerium für Wirtschaft und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Industrie 4.0. Ein gemeinsames Eckpunktepapier benennt die drei Schlüsselthemen der Kooperation: Deutschland und Italien werden zukünftig insbesondere in den Bereichen Standardisierung, Unterstützung von KMU und Qualifizierung von Arbeitnehmern den intensiven Austausch suchen.

Bundesminister Gabriel auf der Deutsch-Italienischen Wirtschaftskonferenz in Berlin
Bundesminister Gabriel auf der Deutsch-Italienischen Wirtschaftskonferenz in Berlin
© BMWI/Maurice Weiss

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