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2. Colloquium Industrieller IT in Ludwigsfelde

Zwei Welten – ein Ziel: Industrie und IT blicken gemeinsam auf die Herausforderungen der Digitalisierung

Eine Produktion ohne Informationstechnik? Das ist seit den 1980er-Jahren nicht mehr vorstellbar. Mit der Digitalisierung von Unternehmensabläufen und Zulieferketten nimmt diese Verknüpfung jedoch eine neue Dimension an. Die Digitalisierung wird verstärkt Grundlage für neue Produkte, Dienstleistungen und effiziente Geschäftsprozesse. Mit der zunehmenden Verzahnung von Produktion und IT wächst aber auch der Bedarf, sich stets über neue Herausforderungen und eine gemeinsame Sprache für Themen und Begriffe der Digitalisierung zu verständigen.

Das Colloquium Industrieller IT fand am 22. Septebmer zum zweiten Mal statt, dieses Mal bei Mercedes Benz in Ludwigsfelde.
Das Colloquium Industrieller IT fand am 22. Septebmer zum zweiten Mal statt, dieses Mal bei Mercedes Benz in Ludwigsfelde.
© SIBB e.V. / www.sibb.de

Damit das gelingt, unterstützt die Plattform Industrie 4.0 den Austausch zwischen Akteuren des produzierenden Gewerbes und der Informationstechnologie – so auch am 22. September in Ludwigsfelde. Dort fand das zweite „Colloquium Industrieller IT“ statt, organisiert vom Verband der IT-Industrie Berlin-Brandenburg SIBB e.V. und dem Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg in Kooperation mit der IHK Potsdam und der Plattform Industrie 4.0. Ziel war es, diese Verbindung zwischen den beiden Welten zu stärken, Ideen und Bedarfe auszutauschen und gemeinsam über künftige Herausforderungen sowie praxisrelevante und insbesondere für KMU geeignete Lösungen zu diskutieren.

Wie kann die Einführung eines PPS-Systems gelingen? Welche Erfahrungen hat Mercedes-Benz bei der intelligenten Produktion im Werk Ludwigsfelde gesammelt? Und: Wie nimmt die Elster-Werkstätten GmbH ihre Belegschaft mit und begeistert sie für die digitalisierten Prozesse im metallverarbeitenden Betrieb? Nach der Begrüßung der rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber und zahlreichen Fachvorträgen stand die Praxis im Fokus. Informative Erfahrungsberichte von Brandenburger Unternehmen zeigten den Anwesenden, wie sie Industrie 4.0 bereits umsetzen. Die anschließende Open Stage lud das Publikum dazu ein, mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern sowie Akteuren der Wissenschaft interaktiv zu diskutieren.

Dabei wurde deutlich, dass zur Umsetzung von Industrie 4.0 ein langer Atem von Nöten sein wird. Die Diskussion zeigte ebenfalls, dass insbesondere die räumliche Nähe von Innovationspartnern ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist. Auch schätzen KMUs die Möglichkeit der Mitgestaltung von Change-Prozessen in Wertschöpfungsketten hoch ein. Dazu Dr. Markus Dicks, Vertreter der Geschäftsstelle der Plattform 4.0: „Die aktuelle Diskussion hat gezeigt, dass wir auch weiterhin den Bedarf des Mittelstands im Blick haben müssen. Daran wird sich die Arbeit der Plattform auch im nächsten Jahr konsequent orientieren.“

Der Brandenburger Wirtschaftsminister Albrecht Gerber begrüßt die Gäste.
Der Brandenburger Wirtschaftsminister Albrecht Gerber begrüßt die Gäste.
© SIBB e.V. / www.sibb.de
Dr. Markus Dicks stellt die Arbeit der Plattform Industrie 4.0 vor.
Dr. Markus Dicks stellt die Arbeit der Plattform Industrie 4.0 vor.
© SIBB e.V. / www.sibb.de
Eine gute Beteiligung bei der interaktiven Open Stage Diskussion.
Eine gute Beteiligung bei der interaktiven Open Stage Diskussion.
© SIBB e.V. / www.sibb.de