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Regionalforum Digitale Wirtschaft

Plattform Industrie 4.0 und IHK Magdeburg geben KMU Einblicke in die Arbeitswelt von morgen

Schlagworte wie „Industrie 4.0“, „Internet of Things“ oder „Cyper-Physische Systeme“ gehören mittlerweile zum alltäglichen Sprachgebrauch, wenn es um die Digitalisierung der Wirtschaft geht. Oder etwa doch nicht? Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen sich noch immer die Fragen: Wie sieht eine praktische Umsetzung hin zur Digitalisierung aus? Welche Prozesse können und müssen im Unternehmen angepasst werden? Und: Welche Sicherheitsaspekte gilt es zu beachten?

Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten beim Regionalforum Digitale Wirtschaft in Magdeburg einen Einblick in die Arbeitswelt von morgen.
© IHK Magdeburg

Impulse dazu lieferte am Donnertag, 31. März, ein "Regionalforum Digitale Wirtschaft" in Magdeburg für sachsen-anhaltinische Unternehmen. Über 80 Vertreterinnen und -vertreter aus Unternehmen, Organisationen und Initiativen sowie aus Politik und Zivilgesellschaft folgten der Einladung der Industrie- und Handelskammer Magdeburg (IHK Magdeburg), die in Kooperation mit der Plattform Industrie 4.0 und der Mittelstand 4.0-Agentur „Prozesse“ das Regionalforum organisierte.

Nach der Begrüßung durch Ralf Luther, Vize-Präsident der IHK Magdeburg, stellte Dr. Roman Bertenrath von der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH (IW Consult) die Ergebnisse der Studie „Industrie 4.0-Readiness“ vor, die eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung von Industrie 4.0 im deutschen Maschinen- und Anlagenbau vornimmt und einen Online-Selbst-Check für Unternehmen bietet. Die Studie zeigt: Der Maschinen- und Anlagenbau in hat sich auf den Weg gemacht. 60 Prozent der Maschinenbauer in Deutschland beschäftigten sich aktiv mit der vernetzten Produktion – rund ein Drittel intensiv. Zudem ergab die Untersuchung, dass neun von zehn Maschinenbauunternehmen deutliche Chancen sehen, sich mit der vernetzen Produktion (Industrie 4.0) am Markt zu differenzieren.

Wie eine Umsetzung konkret in der Praxis aussieht, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Wassim Saeidi, Geschäftsführer der WS Kunststoff-Service GmbH. Er zeigte, wie sein Unternehmen Produktion und Qualitätssicherung mit einer Industrie 4.0-Strategie erfolgreich optimieren konnte – dank der Einführung von Smart Glasses und einer eigens programmierten Software xMake, die Schritt für Schritt durch den Produktionsprozess führt. Weitere Informationen dazu gibt es im Anwendungsbeispiel auf der Online-Landkarte der Plattform Industrie 4.0.

Mojgan Ghandy-Bringemeier von der PHOENIX CONTACT Electronics GmbH & Co. KG widmete sich in ihrem Vortrag dem Thema Sicherheit und der Frage, warum industrielle Netze Security benötigen. Einblick in die Thematik gibt übrigens auch die Publikation „IT-Security in der Industrie 4.0 - Erste Schritte zu einer sicheren Produktion“. Der Wegweiser der Plattform Industrie 4.0 klärt Unternehmen über schützenswerte IT-Sicherheitsbereiche auf und zeigt praxisnahe Handlungsmöglichkeiten auf, um Industrie 4.0-Technologien sicher einzusetzen.

Neben dem Blick in die Industrie 4.0-Praxis gab es für die Anwesenden Praxisvorträge, in denen sie mehr über das vernetzte Arbeiten, Aus- und Weiterbildung im Kontext von Industrie 4.0 und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle erfuhren. Außerdem erläuterte Janina Henning von der Geschäftsstelle der Plattform Industrie 4.0 die Arbeit der Plattform und stellte deren Angebote für den Mittelstand vor.

Das Regionalforum Digitale Wirtschaft fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 @Mittelstand“ statt, mit der der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit der Plattform Industrie 4.0 zentrale Informations- und Qualifikationsveranstaltungen in ganz Deutschland anbietet. Sie sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für das Thema Industrie 4.0 sensibilisieren.