Anwendungsbeispiele: Produzierende Industrie
Wertschöpfungsbereich: Produktion & Lieferkette, Logistik
Entwicklungsstadium: Markteinführung / Pilot
Unternehmensgröße: 1 - 250 Mitarbeiter
Region: Baden-Württemberg
Mann vor digitaler Auftragstafel Bild vergrößern: Mann vor digitaler Auftragstafel

Digitale Transparenz: Die Mitarbeiter können jederzeit alle Aufträge in der Produktionslinie einsehen.

© Rota Yokogawa GmbH & Co. KG

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Je nach Größe des produzierten ROTAMASS Durchflussmessgerätes, ist eine unterschiedliche Packdauer und ein entsprechender Platzbedarf für die Verpackungsarbeiten notwendig. Die Industrie 4.0 Lösung zeigt alle sich in den letzten sieben Produktionsschritten befindlichen Geräte mit deren Größe und aktuellem Standort auf. Mit Hilfe dieser Transparenz ist es möglich, zu prognostizieren, wann ein Gerät im Versand eintreffen wird. Die Industrie 4.0 Lösung hilft dem Unternehmen, die vorhandenen Ressourcen optimaler zu nutzen. Aufträge mit der Losgröße 1 stellen hierbei kein Hindernis mehr dar.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

Bei der gesamten Digitalisierung handelt es sich um eine Echtzeitdarstellung. Der Versand und die Produktionssteuerung können zu jedem beliebigen Zeitpunkt die aktuelle Situation in der Produktionslinie einsehen und gegebenenfalls eingreifen, um beispielsweise ein einzelnes, für die Finalisierung eines Kundenauftrags noch fehlendes Gerät priorisiert zu bearbeiten.

Was konnte erreicht werden?

Durch die neu errungene Transparenz ist es möglich, vorhandene Ressourcen zielgerichteter einzusetzen. Dies betrifft sowohl die bessere Planung der personellen Kapazitäten in der Linie und der Logistik als auch die optimalere Nutzung der vorhandenen Verpackungs- und Lagerflächen.

Frau vor PC-Programm Bild vergrößern: Frau vor PC-Programm

Digitale Transparenz: Die Mitarbeiter können jederzeit alle Aufträge in der Produktionslinie einsehen.

© Rota Yokogawa GmbH & Co. KG

An jedem Arbeitsplatz muss sich der Werker mittels Codekarte anmelden. Das System prüft nicht nur, ob der Werker berechtigt ist, an dem Arbeitsplatz zu arbeiten, sondern es meldet dem berechtigten Mitarbeiter sofort, wenn sich eine Änderung der Vorschriften bzw. des Arbeitsprozesses an seinem Arbeitsplatz ergeben hat. Dieser muss dann umgehend die Änderungen lesen und wenn er diese verstanden hat, am Terminal bestätigen. Dies hat den großen Vorteil, dass selbst bei Arbeiten mit Springern diese immer auf dem letzten Stand von Veränderungen sind. Schulungen können so, zumindest teilweise, online umgesetzt werden.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

RotaYokogawa war bereits frühzeitig auf dem Themengebiet Industrie 4.0 engagiert. Seit 2013 ist das Unternehmen Mitglied im Innovationsnetzwerk Produktionsarbeit 4.0 des Forschungsinstitutes Fraunhofer IAO. Im Rahmen dieser Kooperation ist die Idee für das hier beschriebene Projekt entstanden und verwirklicht worden.

Was können andere davon lernen?

Die Lösung zeigt, dass auch mittelständische Unternehmen mit Aufträgen der Losgröße 1 die Vorteile von Industrie 4.0 nutzen und durch diese einen Mehrwert für das Unternehmen erzeugen könnnen.