M.A.R.S. - Markerloses Augmented Reality System

Der einfache Weg zur Erkenntnis

  • Anwendungsbeispiele
    • Produzierende Industrie
  • Wertschöpfungsbereich
    • Design & Engineering
    • Produktion & Lieferkette
    • Service
    • Logistik
  • Entwicklungsstadium
    • F&E-Projekt
    • Demonstrator
    • Markteinführung / Pilot
  • Region
    • Niedersachsen
  • Unternehmensgröße
    • mehr als 15.000 Mitarbeiter

Welche Herausforderungen galt es zu lösen und welcher konkrete Nutzen ergab sich?

Um unter anderem manuelle Kontrollprozesse abzulösen, eine einheitliche Prüfmethodik zu etablieren und bei Unstimmigkeiten im Fertigungsprozess eine transparente Diskussionsgrundlage zu schaffen, setzt die Volkswagen AG im Vorseriencenter in Wolfsburg auf das markerlose Augmented-Reality-System (M.A.R.S.). Damit können Objekte mit deren Sollgeometrie abgeglichen und jeglichen Punkt-, Linien- und Flächenverbindungen überprüft werden. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, Aussagen über die Vollständigkeit verbauter Elemente zu treffen. Zudem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die eigene Arbeitsqualität bewerten. Um den Beschäftigten den Zugang zu M.A.R.S. zu erleichtern und das System in der Fertigung zu etablieren, setzt VW ein eigens erarbeitetes Qualifizierungskonzept ein.

Wie lässt sich der Industrie 4.0-Lösungsansatz beschreiben?

M.A.R.S. erfasst die reale Umgebung durch eine Kamera und positioniert das zu untersuchende Objekt lagerichtig. Die Bildausgabe erfolgt über einen Tablet-PC. Auf diese Weise wird ein Soll-Ist-Abgleich durchgeführt. Das System als Mensch-Maschine-Schnittstelle ist intuitiv gestaltet und wird über Toucheingaben gesteuert. Durch die speziell entwickelte Systemoberfläche ist die Anwendung nicht nur übersichtlich, sondern auch benutzerfreundlich.

Was konnte erreicht werden?

M.A.R.S. optimierte die Projektarbeit: Beispielsweise konnte die Dauer der Plattformprüfung von 36 Stunden auf nur 60 Minuten reduziert werden. Wofür früher eine eigene Messmaschine nötig war, kann heute mit nur einem Tablet erledigt werden. Auch Messtechniker werden dafür nicht mehr gebraucht – ein Facharbeiter reicht völlig aus.

Mit welchen Maßnahmen wurde die Lösung erreicht?

Aufbauend auf im Vorseriencenter abgestimmten Anwendungsfällen wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Das Team stand dabei im ständigen Austausch mit den Fachbereichen. Darüber hinaus setzte VW auf Diotasoft S.A.S. als Technologiepartner und kooperierte mit der Altran Consulting & Engineering GmbH und Universitäten.

Was können andere davon lernen?

Bei der Entwicklung und Einführung war die enge Kooperation mit zukünftigen Anwenderinnen und Anwendern sehr hilfreich. Zudem spielte der Reifegrad der Technologie sowie das Customizing des Produktes eine wichtige Rolle. Insgesamt wurden bei der Entwicklung von M.A.R.S. drei Grundprinzipien beachtet: Die Anwendung musste intuitiv bedienbar und neue Anwendungen einfach implementierbar sein. Darüber hinaus sollte die Lösung ein geringes Eigengewicht aufweisen.

Kontakt
Carsten Stoever Digitaler Karosseriebau / Vorseriencenter Volkswagen AG
Berliner Ring  2,  38436 Wolfsburg
www.volkswagen.de