Projekte und Initiativen

fotolia/countrypixel
© fotolia/countrypixel

Im Folgenden werden Projekte und Initiativen, die das Thema Industrie 4.0 für den Mittelstand aufbereiten und Unterstützungsangebote bieten, aufgeführt. Wir werden diesen Bereich in Kürze aktualisieren. Wenn Sie einen Projektvorschlag für die Ergänzung dieser Liste haben, schicken Sie uns eine Mail über das Kontaktformular.

Initiativen der Bundesländer

Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg

Der Aufbau der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg soll wesentliche Akteurinnen und Akteure der Industrie 4.0 vernetzten und Maßnahmen bündeln. Der Lenkungskreis der Allianz entwickelte neben einer Allianzvereinbarung mit den Zielen und der Strategie der Gruppe einen „Masterplan“ für die Einführung von Industrie 4.0 und initiierte Arbeitsgruppen, die konkrete Projekte vorbereiten werden. Vorsitzender des Lenkungskreises und Sprecher der Allianz ist Manfred Wittenstein, ehemaliger VDMA-Präsident und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein AG. Beim VDMA Baden-Württemberg wird derzeit eine Koordinierungsstelle für die Allianz eingerichtet.

In den drei Themensäulen „Cyber-physische Systeme“, „IT-Systeme, Vernetzung und Geschäftsmodelle“, sowie „Produktionsplanung und -steuerung“ sollen gezielt praxisrelevante Fragestellungen in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen vorangetrieben werden. Das Ministerium stellt für Industrie-4.0-Projekte in den kommenden beiden Jahren mindestens 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, die auf bis zu 14.5 Millionen Euro aufgestockt werden könnten.

Bayern Digital

Mit der Strategie BAYERN DIGITAL will Bayern Leitregion beim digitalen Aufbruch in Deutschland werden. Die zentralen Handlungsfelder der Strategie sind der Infrastrukturausbau (Breitbandversorgung), die IT-Sicherheit, der gezielte Ausbau von Forschung, Technologietransfer und Qualifizierung sowie die Unterstützung von Existenzgründern in der digitalen Wirtschaft. Kristallisationspunkt und Nukleus für die Initiative BAYERN DIGITAL ist das „Zentrum Digitalisierung.Bayern“. Dies bündelt die Aktivitäten von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen auf dem Gebiet der Digitalisierung und bildet damit eine bayernweite Forschungs-, Kooperations- und Gründungsplattform mit einem räumlichen Zentrum in Garching.

Mehr Informationen unter: http://www.stmwi.bayern.de/digitalisierung-medien/bayern-digital/

Forum Digitale Wirtschaft Thüringen

Um Softwareunternehmen mit Anwendern zusammenzubringen, Schnittstellen zwischen den Branchen zu öffnen und neue Innovationspotenziale zu erschließen, installiert das Land Thüringen ein regelmäßiges „Forum Digitale Wirtschaft“. In Verbindung mit diesem Forum entsteht Mitte September außerdem das „Kompetenzzentrum 4.0“, das Anlaufstelle für den Mittelstand sein soll und verschiedene Angebote zu digitalen Technologien, aber auch zur Datensicherheit bieten wird. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee kündigte zudem bis zu zehn Modellprojekte zur Digitalisierung an, die in der zweiten Hälfte 2015 beginnen sollen.

Regionale Cluster- und Wirtschaftsinitiativen

Baden-Württemberg Stiftung

Mit ihrem Forschungsprogramm „Industrie 4.0: Gestaltungspotentiale für den Mittelstand in Baden-Württemberg erforschen und nutzen“ möchte die Baden-Württemberg Stiftung gezielt die Erforschung und Entwicklung neuer Konzepte sowie soziotechnischer Lösungsansätze unterstützen, die dazu beitragen können, dem industrienahen Mittelstand in Baden-Württemberg den Weg in die sich verändernde digital vernetzte Wertschöpfung zu erleichtern.

Initiative Industrie 4.0 für den Mittelstand

Ziel dieser von der IHK Nürnberg, dem VDI Bayern Nordost und dem VDE Nordbayern ins Leben gerufenen Initiative ist, den Mittelstand mit den Entwicklungen und Möglichkeiten der Industrie 4.0 vertrauter zu machen. So werden mittelständische Unternehmen aktiv dabei unterstützt, Industrie 4.0 Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese im Nachhinein auch umzusetzen.

Die wissenschaftliche Unterstützung erhält die Initiative von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, deren Forschungsfokus auf der pilotierenden Innovationsforschung liegt.

Spitzencluster it's OWL

Im Technologie-Netzwerk Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe haben sich insgesamt 174 Clusterpartner zusammen gefunden. Weltmarkt- und Technologieführer entwickeln gemeinsam mit Forschungseinrichtungen in 46 Forschungsprojekten von einem Gesamtvolumen von ca. 100 Mio. Euro intelligente Produkte und Produktionsverfahren. Das Spitzencluster it's OWL gilt in Deutschland als das größte und konkreteste Projekt im Kontext Industrie 4.0.

Mehr Informationen: http://www.its-owl.de/

Demonstrationsfabriken, Forschungskooperationen

Effiziente Fabrik 4.0

Informations- und Kommunikationstechnologien bieten umfassende Möglichkeiten und Chancen die Effizienz in der Produktion zu steigern. Diese Technologien sollen in der Effizienten Fabrik 4.0 analysiert, entwickelt und implementiert werden, um so eine ressourceneffiziente Lernfabrik aufzubauen. In dieser sollen den Anwender- und Ausrüsterunternehmen sowie Arbeitnehmer- und Unternehmensverbänden die Potenziale, welche durch die Lösungsansätze der Industrie 4.0 geboten werden, aufgezeigt und erlebbar veranschaulicht werden. Die Besonderheit liegt darin, dass kein neues Produktionsumfeld erschaffen wird, sondern auf der bereits bestehenden Prozesslernfabrik CiP an der TU Darmstadt aufgesetzt wird.

Mehr Informationen: http://www.effiziente-fabrik.tu-darmstadt.de

Industrie 4.0 Collaboration Lab

Im September 2014 wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ im LESC (Lifecycle Engineering Solutions Center) gemeinsam mit der SolidLine AG, dem Bechtle IT-Systemhaus Karlsruhe und dem Forschungszentrum Informatik (FZI) eröffnet. Unter dem Slogan „Mittelstand trifft Forschung“ gehen die Partner aus Wirtschaft und Forschung künftig gemeinsam Projekte an und setzten sich als Ziel, mittelständische Unternehmen bei der Umstellung auf Industrie 4.0 zu befähigen. So können Unternehmen ihre Ideen und Produkte beispielsweise frühzeitig im Lab testen, sich mit einer 3D-Umgebung vertraut machen oder auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen lassen.

Mehr Informationen: https://www.imi.kit.edu/2449.php

Smart Electronic Factory

Die Smart Electronic Factory ist eine Informations- und Demonstrationsplattform für die Industrie 4.0, die Anforderungen der Industrie 4.0 mittelfristig im Branchensegment Elektronik realisieren und auf weitere Branchen adaptieren will. Dazu wurde eine Evaluierungsumgebung in einer realen Elektronikfabrik implementiert, in der Ideen und innovative Produkte in geschütztem Rahmen ausprobiert und getestet werden können.

Initiatorinnen und Initiatoren der im Jahr 2014 gestarteten Mittelstandsoffensive sind der EMS-Dienstleister Limtronik GmbH, in dessen Fabrik die Smart Electronic Factory integriert ist, und die iTAC Software AG. Umgesetzt wird das Projekt von einer Industrie 4.0-Initiative, bestehend aus mittelständischen deutschen Softwarehäusern wie iTAC, in-GmbH und DUALIS sowie internationalen Unternehmen. Auch universitäre Forschungseinrichtungen wie die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) beteiligen sich hieran.

Mehr Informationen: www.smart-electronic-factory.de

Smart Factory OWL

Seit 2009 forschen das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) und die Hochschule OWL gemeinsam erfolgreich an Technologien, um die intelligente Fabrik zu realisieren. Im Sommer 2014 gaben sie gemeinsam den Anstoß für eine Forschungsfabrik inmitten von OWL. Auf ca. 2000 m² sollen darin zukünftig Lösungen für die intelligente Automation erforscht, entwickelt und erprobt werden. Die Fertigstellung des rund fünf Millionen Euro teuren Projektes ist für Herbst 2015 geplant. Kleine und mittelständische Unternehmen haben hier die Möglichkeit, mit Hilfe von Pilotlinien ihre Produktionssysteme und -abläufe zu optimieren und Personal zu schulen.

Mehr Informationen: http://www.smartfactory-owl.de

Die Demofabrik des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen

Ziel der Demofabrik, die angeschlossen an das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen ist, ist die enge Verzahnung von Praxis, Forschung und Weiterbildung. So werden sowohl innovative Prototypen und Produkte in Vorserie produziert, als auch Partnern aus Industrie und Forschung die einzigartige Möglichkeit gegeben, gemeinsam produktionssystematische Fragestellungen in einem realen Betrieb zu untersuchen.

Forschungsprojekte der Demofabrik umfassen u.a. den Einsatz von Big Data in der Produktion oder auch das Engineering und Mainstreaming lernförderlicher industrieller Arbeitssysteme für die Industrie 4.0.

Mehr Informationen: http://www.demofabrik-aachen.de

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

In zahlreichen Forschungsgruppen, Living Labs und Kompetenzzentren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an innovativen Technologien für die Industrie 4.0. In Forschungsgruppen zu „Cyber-Physical Systems“ oder „Smart Data“, in dem „Robotics Exploration Lab“ oder dem „SmartFactory Lab“ sowie in den Kompetenzzentren „Sichere Systeme“ oder „Virtuelles Büro der Zukunft“ wird entlang der gesamten Breite digitalisierter Wertschöpfungsketten Spitzenforschung betrieben. Da durch zunehmend kürzere Innovationszyklen in der Informationstechnik Vorlaufforschung, anwendungsnahe Entwicklung und die Umsetzung in patentfähige Lösungen immer enger zusammenwachsen, wird in DFKI-Projekten das gesamte Spektrum von anwendungsorientierter Grundlagenforschung bis zur kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen abgedeckt.

Das DFKI wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private Partnership gegründet und versammelt in seinem Aufsichtsrat neben den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen zahlreiche namhafte deutsche und ausländische Hochtechnologie-Unternehmen. Gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen ist das DFKI das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen.

Mehr Informationen: http://www.dfki.de/