Deutschland und China: Neue Schritte in der Industrie 4.0 Kooperation

Deutsche und chinesische Flagge rahmen ein Schild zum ersten deutsch-chinesisches Symposium
Erstes deutsch-chinesisches Symposium unterstreicht Bedeutung von Industrie 4.0 für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen -
© BMWi/Andreas Mertens

Im Rahmen der dritten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen im Oktober 2014 verabschiedeten beide Seiten den Aktionsrahmen „Innovation gemeinsam gestalten!“. Darauf aufbauend haben sich drei deutsch-chinesische Kooperationsstränge etabliert, welche Kooperationen im Bereich intelligente Fertigung / Industrie 4.0 unterstützen.

Erstens ein Memorandum of Understanding zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) am 15. Juli 2015. Zweitens eine Gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MoST) am 19. Januar 2016. Drittens die Unterarbeitsgruppe zur Normung im Bereich Industrie 4.0 im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Kommission zur Zusammenarbeit in der Normung (DCKN) unter Leitung des BMWi und dem Staatlichen Amt für Standardisierung der VR China (SAC).

Geplant ist einmal jährlich eine hochrangige gemeinsame Tagung sowie ein Symposium zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses sowie zur Stärkung der Zusammenarbeit.

Am 29./30. November 2016 fand in Berlin auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das erste Deutsch-Chinesische Symposium zur Intelligenten Fertigung und Vernetzung der Produktionsprozesse mit rund 300 Teilnehmern statt. Die Meldung mit Details und weiterführenden Informationen finden Sie hier.

Im Rahmen der Kooperation zwischen BMWi und MIIT wurde die Deutsch-Chinesische Arbeitsgruppe Unternehmen zur Intelligenten Fertigung sowie Vernetzung der Produktionsprozesse (AGU) zur politischen Flankierung der Kooperation zwischen Unternehmen beider Länder in Peking etabliert (Auftaktveranstaltung am 18. Oktober 2016). Hier können deutsche und chinesische Teilnehmer sektorübergreifend in direkten Austausch treten und Herausforderungen der Geschäftstätigkeit identifizieren sowie Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen formulieren, die den politischen Dialog unterstützen. Neben vor allem Vertretern aus der Wirtschaft sind Experten aus der Wissenschaft herzlich zur Teilnahme und Diskussion eingeladen. Bisher wurde themenspezifisch zu „Datensicherheit“, „Geistige Eigentumsrechte“ und „Demonstrationsprojekte“ diskutiert. Diese Themenreihen werden nach den Bedürfnissen der Industrie weiterentwickelt und ausgebaut. Von deutscher Seite wird die AGU vom Deutsch-Chinesischen Industrie 4.0 Projekt veranstaltet und von chinesischer Seite wird sie vom China Center for Information Industry Development (CCID) mitgetragen.

Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen sollen für die breite Öffentlichkeit sowie Unternehmen beider Länder sichtbar gemacht werden. Als Beispiele deutsch-chinesischer Kooperation im Bereich Industrie 4.0 und intelligenter Fertigung dienen sie als Referenzpunkt aus der Praxis, wie Unternehmen unterschiedlicher Branchen mit Herausforderungen im Industrie 4.0-Umfeld umgehen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. In einem ersten Schritt wurden im Juli 2016 insgesamt 14 deutsch-chinesische Kooperationsprojekte vom MIIT ausgewählt. Darauf aufbauend hat das Deutsch-Chinesische Industrie 4.0 Projekt vier weitere Kooperationsprojekte identifiziert.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin Frau Li Tianning des Deutsch-Chinesischen Industrie 4.0 Projekts: info@i40-china.org

Gruppenbild Seminar I "Intelligente Fertigung und Industrie 4.0"
Gruppenbild Seminar I "Intelligente Fertigung und Industrie 4.0"
© BMWi/Andreas Mertens
TeilnehmerInnen der chinesischen Delegation
TeilnehmerInnen der chinesischen Delegation
© BMWi/Andreas Mertens
Die TeilnehmerInnen des ersten deutsch-chinesischen Symposiums diskutierten angeregt.
Die TeilnehmerInnen des ersten deutsch-chinesischen Symposiums diskutierten angeregt.
© BMWi/Andreas Mertens

Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
© BMWi/Andreas Mertens